Eifeltriathlon gefährdet

Eifeltriathlon gefährdet

Mit dem Eifeltriathlon am Kronenburger See sollte im vergangenen Jahr die Triathlon-Tradition in der Eifel wieder aufleben. Ohne einen Namenssponsor ist aber bereits die für Ende Juli geplante zweite Auflage gefährdet.

Kronenburg/Ormont. (teu) Wolfgang Fandel ist frustriert. Wochenlang hat der 38-Jährige Briefe geschrieben, E-Mails verschickt und Telefonate geführt, um einen Namenssponsor für den Eifeltriathlon zu gewinnen. Ohne Erfolg! Trotz der gelungenen Premiere mit fast 400 Teilnehmern im vergangenen Juli ist eine Wiederauflage ungewiss.Damit droht der Triathlon-Tradition in der Eifel - zumindest was Veranstaltungen betrifft - nach einem kurzem Aufbäumen endgültig das Ende. Im Jahr 1982 fand in Gerolstein der erste Triathlon Deutschlands statt. Die Sprudelstadt war mehr als ein Jahrzehnt eine nationale Hochburg des Ausdauerdreikampfes aus Schwimmen, Radfahren und Laufen. 2002, 20 Jahre nach der deutschlandweiten Premiere, fand der letzte Wettkampf dieser Art in Gerolstein statt.Von einer solch langen Tradition kann das Organisationsteam am Kronenburger See vorerst nur träumen. Der zweite Eifeltriathlon ist zwar für den 26. Juli geplant, der Ausrichterverein FC Ormont hat sich aber eine klare Vorgabe gegeben: So sehr man sich eine Triathlon-Veranstaltung wünscht, die Nachwuchsarbeit der Triathlon- und Leichtathletik-Abteilung darf durch die finanziellen Risiken nicht gefährdet werden. Deshalb geht es ohne Namenssponsor nicht. "Wir benötigen für den Triathlon insgesamt 5000 bis 7000 Euro. Etwa die Hälfte davon soll durch den Namenssponsor aufgebracht werden", erklärt Fandel.Eine Frist bis zum 31. Januar hat sich das Organisationsteam gesetzt. "Eine kurzfristige Absage soll es im Sinne der Athleten, die sich ja zielgerichtet auf den Wettkampf vorbereiten, nicht geben", sagt Fandel. Die Hoffnung, dass die Triathlon-Tradition in der Eifel weiterlebt, hat er noch nicht aufgegeben. Die Vereinsmitglieder des FC Ormont und alle anderen ehrenamtlichen Helfer, einige kleinere und mittlere Sponsoren und Gönner seien weiterhin im Boot. Die Bereitschaft anzupacken sei da. Nur der Namenssponsor fehle, um richtig loszulegen.