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Eine Sonderseite für den neuen Sportplatz

Eine Sonderseite für den neuen Sportplatz

Wenn in Firmen, aber auch in Vereinen besonders wichtige Ereignisse vor der Tür stehen, dann sind Sonderveröffentlichungen im TV ein gutes Mittel, um dafür Werbung zu machen. Wir haben Medienberater Roman Kaßelmann über die Schulter geschaut, wie er für die Jubiläumsfeier und Kunstrasenplatz-Einweihung des SV Thomm ein Anzeigen-Kollektiv zusammenstellt.

Auf dem Weg zur fertigen Anzeigen-Sonderseite sitzt Medienberater Roman Kaßelmann häufig in den Büros von Firmenchefs, bei Ortsbürgermeistern oder in Vereinsheimen. Es kann aber auch vorkommen, dass der 29-Jährige plötzlich in Thomm (Verbandsgemeinde Schweich) auf der Baustelle eines Fußballfelds steht. Harald Becker, Abteilungsleiter beim Sportverein, hat ihn einige Wochen vor einer Meilenstein-Veranstaltung in der Vereinsgeschichte dorthin geführt. Denn die Einweihung des 700 000 Euro teuren Kunstrasenplatzes hat der SV Thomm zusammen mit dem 80-jährigen Vereinsbestehen am 31. Juli und 1. August mit einem Fest gefeiert. Um im Vorfeld möglichst viele Menschen auf dieses Großereignis aufmerksam zu machen, nutzte der SV Thomm ein Angebot, das der Volksfreund für seine Kunden bereithält: die sogenannte Sonderveröffentlichung in der Tageszeitung.

Sie besteht zumeist aus Anzeigen, Text und Fotos. Kaßelmann beschreibt die Sonderveröffentlichung als "ideale Plattform, um Werbung für einen besonderen Anlass zu machen und alle daran Beteiligten zusammenzubringen". Anlässe gibt es viele. Das weiß Roman Kaßelmann, der in Hockweiler wohnt und als Medienberater für die Kunden in den Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell, Ruwer und in vier angrenzenden Orten zuständig ist, aus Erfahrung. Die Neueröffnung einer Firma oder deren Jubiläum sind klassische Beispiele für ein Anzeigen-Kollektiv. Es wird aber auch für die Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld von Kirmes-Veranstaltungen, Dorffesten, Gewerbeschauen, Flohmärkten oder etwa bei Kappensitzungen in der Karnevalszeit genutzt. "Der Fantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt", meint Kaßelmann.

Häufig kommen die Veranstalter von selbst auf ihn zu, weil sie schon einmal mit dem TV zusammengearbeitet haben und sich die Werbung bewährt hat. Das heißt aber nicht, dass ein Medienberater ausschließlich eine passive Rolle spielt. Für Kaßelmann gehört etwa der regelmäßige Blick in die Veranstaltungskalender dazu. Aber auch das Lesen des TV sei für seine Arbeit wichtig. So wurde er auf den Kunstrasen in Thomm durch einen Artikel mit der Überschrift "Das Streben nach dem eigenen Grün" aufmerksam. "Für mich war gleich klar, dass sich dieses Projekt gut für eine Sonderveröffentlichung eignen würde."

Also knüpfte er Kontakt zu dem Verein. Schnell stellte sich heraus, dass der Vorstand die Einweihung des Platzes mit den Feiern zum 80. Vereinsjubiläum gestalten will. Mit Abteilungsleiter Becker traf sich Kaßelmann dann, um zu besprechen, wie das Anzeigen-Kollektiv aussehen und wer dabei mitmachen soll. "Ich habe mir da schon Gedanken gemacht und mit einigen gesprochen", erklärte Becker und zurrte mit Kaßelmann eine Liste fest, die entweder Sponsoren beim SV Thomm sind oder beim Sportplatzbau mitgearbeitet haben. Die Palette reichte dabei von der kleinen Bäckerei bis hin zur großen Spezialfirma, die bundesweit Kunstrasen verlegt. Diese Unternehmen hat Kaßelmann angesprochen und viele auch dazu animieren können, sich mit einer Anzeige an der Sonderveröffentlichung des SV Thomm zu beteiligen. Das geschah teils telefonisch, teils suchte der Medienberater die Unternehmenschefs auch auf, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Ein Kennzeichen von Kaßelmanns Job ist deshalb, dass er in seinem großen und ländlich geprägten Zuständigkeitsgebiet viel mit dem Auto unterwegs ist.

Auch mit Becker hat er mehrere Gespräche geführt. Unter anderem mussten beide abklären, an welchem Termin die Sonderveröffentlichung für das Fest am 31. Juli/1. August erscheinen sollte. "Das ist ein ganz wichtiger Punkt, bei dem man die goldene Mitte finden muss. Läuft sie zu früh, besteht die Gefahr, dass die Veranstaltung schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Kommt sie zu kurzfristig, haben die Menschen vielleicht Probleme, wieder umzuplanen", sagt Kaßelmann. Die Sonderveröffentlichung erschien drei Tage vor dem Fest. Dass sich diese Art der Öffentlichkeitsarbeit für den SV Thomm lohnen würde, stand für Becker schon vorher fest. Denn: "Viele andere Blätter landen oft sofort in der Mülltonne. Beim TV ist das anders. Der wird gelesen, und da fällt Werbung auch auf." Axel Munsteiner