Einmal Kuschelsitz, bitte!

Einmal Kuschelsitz, bitte!

Bob, Schauspieler, hat seine besten Jahre hinter sich. Charlotte ist jung, frisch verheiratet und hat gerade ihr Philosophie-Studium beendet. Beide begegnen sich in "Lost in Translation" in der Bar eines Luxushotels in Tokio.

Er dreht einen Werbespot für Whisky. Sie begleitet ihren Mann, einen Fotografen. Beide sind einsam in der Fremde.

Sie beginnen, Zeit miteinander zu verbringen, stürzen sich ins Tokioer Nachtleben. Obwohl ihre Beziehung äußerlich fast platonisch bleibt, fehlt es nicht an Sinnlichkeit und Wärme.

Da hat Regisseurin Sofia Coppola, da haben Bill Murray (Bob) und Scarlett Johansson (Charlotte) ganze Arbeit geleistet. Denn die Geschichte der beiden berührt.

Dies nicht zuletzt aufgrund der letzten Szene des Films. Bob reist ab, sieht Charlotte im Gewusel der Menschen auf der Straße, steigt aus dem Taxi. Was dann folgt, ist ein Kuss und ein Flüstern ins Ohr. Angeblich stand das so nicht im Drehbuch. Wunderschön ist's trotzdem.

Julia Kalck

Mal ehrlich: Liebespaare in Filmen bleiben - abgesehen von stilbildenden Pärchen à la Bogart/Bacall, Astaire/Rogers, Gere/Roberts - vor allem dann im Gedächtnis, wenn sie die Erwartungen nicht erfüllen. So ein Fall ist die rätselhaft väterlich-töchterliche Liebe zwischen Léon (Jean Reno) und Mathilda (Natalie Portman) in "Léon - der Profi" von Luc Besson.

Die Anlage der Filmfiguren ist klar: Mathildas Familie, in der sie nie Vater-Liebe erfahren hat, wird von einem Killerkommando getötet. Nachbar Léon, ein zurückgezogener Auftragskiller, nimmt die 12-Jährige auf, bringt ihr den Umgang mit Waffen bei und hilft ihr schließlich bei ihrem Rachefeldzug.

Doch da ist mehr als eine Zweckbeziehung: Die frühreife Mathilda verliebt sich in Léon, und auch Léon entdeckt seine Gefühle. Dabei bleibt der Film in der knisternden Spannung zwischen Ersatzvaterschaft und verbotener Liebe, was im Director's Cut besonders deutlich wird. Dass das so ist, liegt vor allem am brillanten Spiel von Natalie Portman, die damit ihren ersten großen Schritt in ihrer Karriere schaffte. Damit umweht den Film bis heute immer noch die Aura des Tabus. Léon - der Profi (1994)

Patrick Wiermer

Eine Liebe, die ihresgleichen sucht: "Twilight", der schönste Teenie-Liebesfilm aller Zeiten, beschreibt eine Begierde, wie sie perfekter nicht sein könnte. Das Lamm und der Löwe, eine Beziehung, die gefährlicher nicht sein könnte. Bella Swan (Kristen Stewart) ist ihrem Mitschüler Edward Cullen (Robert Pattinson) verfallen. Sie ist neu in der Stadt, allein bei ihrem Vater Charlie. Auf den ersten Blick löst der mysteriöse Edward etwas in ihr aus. Etwas Unbeschreibliches. Sie kommen sich näher. Doch etwas an Edward ist anders. Er trägt ein Geheimnis mit sich, das er vor Bella nicht lange verbergen kann: Er ist unsterblich. Er ist ein Vampir. Bis in alle Ewigkeit gefangen in seinem unbeschreiblich schönen jugendlichen Körper.

Doch für Bella ist es egal. Während Edward die Angst beherrscht, seiner Liebsten könnte durch sein monströses Geheimnis etwas zustoßen, verliert sich Bella immer tiefer in der Liebe. Und auch Edward kommt nicht umhin, sich bedingungslos dem größten aller

sPURWECHSEL - THEMA DER WOCHE