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Erste Hilfe für Erstis

Erste Hilfe für Erstis

TRIER. Der großen Freiheit nach dem Abi folgt oft die große Panik an der Universität oder Fachhochschule (FH). Damit der Start in die akademische Karriere auch problemlos gelingt, zeigt Euch der TV an dieser Stelle, was Ihr in den ersten Tagen als Student beachten solltet.

Endlich ist es soweit: Der letzte Schultag ist schon in mittelweiter Ferne, und mit Blick auf die majestätischen Hochschulgebäude stellt sich ein erhabenes Gefühl der Freiheit ein. Keine nervigen Lehrer und kein schlechtes Mittagessen in der Schulmensa vermiesen einem mehr den Tag. Und die Ferien dauern an der Uni keine sechs Wochen, sondern drei Monate. Und das sogar zwei Mal im Jahr! Doch jenes souveräne Gefühl des Erwachsenseins findet alsbald ein schnelles Ende und schlägt nicht selten in Panik um. Genau dann nämlich, wenn der erste Tag als Student naht. Nicht nur, dass die völlig überfüllten Flure und Korridore eine erste Orientierung praktisch unmöglich machen. Auch die Räume selbst sehen irgendwie alle gleich aus. Und dann schafft man es doch noch in letzter Sekunde in den hoffnungslos überfüllten Hörsaal oder Seminarraum und darf erstmal eine Viertelstunde rumsitzen - hätte man mal vorher was vom "akademischen Viertel" gewusst!Ein erster Überblick hilft oft

Doch Kopf hoch - den etwa 3200 anderen Trierer Erstsemestern geht es an diesem Tag nicht viel besser. Und mit ein paar kleinen Tipps findet man sich als Ersti auch ganz gut im scheinbar unkontrollierten universitären Chaos zurecht. Wie im Leben überhaupt, ist auch an der Hochschule der Faktor "Wissen" entscheidender Erfolgsgarant. Und am besten verschafft Ihr euch erstmal einen Überblick. Auf den Internetseiten der Universität ( www.uni-trier.de) und der FH ( www.fh-trier.de) finden sich Lagepläne aller Gebäude, auf dem auch die wichtigsten Hörsäle und Seminarräume verzeichnet sind. Auch die Uhren gehen dort irgendwie anders: denn wenn jemand 12 Uhr sagt, meint er in der Regel 12.15 Uhr. Dieses akademische Viertel, auch "cum tempore" genannt, ist an der Uni obligatorisch. Findet eine Veranstaltung aber tatsächlich um Punkt 12 Uhr statt, wird die Zeit mit "sine tempore" oder kurz "s.t." kenntlich gemacht. Auch wenn die Zeitangabe etwas verstaubt klingt, ist die Arbeit an den Hochschulen alles andere als antiquiert. In der ersten Woche des Wintersemesters, der traditionellen Orientierungswoche, erhalten Erstsemester in der Uni an allen Ecken und Enden Infos zum Studium - und nicht selten überfordert die Informationsflut. Daher kann es nicht schaden, auch mal einen persönlichen Gesprächstermin zu vereinbaren. Ihr könnt euch an die Studienberatung oder das Studentensekretariat wenden, die an der Uni beide im Verwaltungsgebäude untergebracht sind. An der FH befindet sich das Studentensekretariat im Büro "J/ 01". Zudem verfügt jedes Studienfach auch über einen "Fachstudienberater", mit dem Ihr einen Termin vereinbaren könnt. Der kann Euch auch sagen, welche Lehrveranstaltungen Ihr besuchen solltet, denn in vielen Fächern muss man seinen Stundenplan selbst machen. Wenn man ein paar Dinge im Hinterkopf behält und in der ersten Woche nicht total planlos umherläuft, gelingt der Start ins Studium bestimmt. Und wenn's Fragen gibt, helfen Euch auch ältere Studis gerne weiter - bei knapp 20 000 Trierer Studenten findet sich immer jemand zum Fragen.