FECHTEN: Eifrige Titelsammler

FECHTEN: Eifrige Titelsammler

WITTLICH. (ks) Großer Erfolg für Wittlicher Fechterinnen und Fechter: Fünf Rheinland-Pfalz-Titel gingen an Aktive des Wittlicher Turnvereins.

Der Kampf mit Degen und Florett ist in der Säubrennerstadt wieder Spitze. Die Traditionsabteilung im WTV war bei den diesjährigen Landesmeisterschaften der Schüler und Jugendlichen in Koblenz erfolgreich wie selten zuvor. Der WTV-Nachwuchs nahm in den Florettdisziplinen fünf Meistertitel mit nach Hause. Bei den Mädchen erkämpfte sich Selina Glebsattel in ihrem ersten Wettkampf in der Altersklasse 1996 den Platz ganz oben auf dem Siegertreppchen. Auch Vanessa Cullmann und Eva Meurer konnten ihren Vorjahressieg wiederholen und sich auch in diesem Jahr für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der Wittlicher Mädchen durch die Silbermedaille von Irma Schwarz im Jahrgang 1992. Bei den Jungen wurde Philipp Weber Landesmeister im Jahrgang 1995. David Praum (Dritter), Matthias Metzen (Vierter), Florian Wagner (Fünfter) und Lucas Thul (Sechster) komplettierten das hervorragende Mannschaftsergebnis. Zum Abschluss standen sich im Mädchen-Mannschaftsfinale die Fechterinnen aus Bad Kreuznach und Wittlich gegenüber. Hier gab es einen mit 45:26 einen souveränen Sieg und damit ersten Platz für Eva Meurer, Vanessa Cullmann und Irma Schwarz. Damit ist das WTV-Team für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert. Verantwortlich für das Erfolgsrezept Fechten im WTV ist das Trainerehepaar Elke und Volker Oehring. Kontinuierlich haben sie im letzten Jahrzehnt die vom Ehepaar Krug und später Heide Rass aufgebaute Abteilung wieder zu alten Erfolgen zurückgeführt. Beide kamen nach dem Fall der Mauer aus dem ehemaligen DDR-Leistungssport nach Traben-Trarbach. Sie war eine erfolgreiche Fechterin in der Nationalmannschaft, mehrfach Teilnehmerin an Weltmeisterschaften, er DDR-Meister im Säbel und gehörte 13 Jahre lang zur Nationalmannschaft. Zwölf Jahre leitete er hauptberuflich das Training im damaligen Fechtzentrum Eisenach. Volker Oehring: "Unser Trainingsrezept war, in den drei Waffenarten Florett, Degen und Säbel vom Hauch der Exklusivität, weg zu kommen, den die Sportart mit den blitzenden Klingen stets umgeben hat. Wir haben in der Abteilung heute eine hervorragend besetzte Schüler- und Jugendabteilung und bieten neben der speziellen Fechtausbildung auch ein vielseitiges und abwechslungsreiches Training an." Sorgen bereitet der Abteilung der Nachwuchs im Erwachsenenbereich. Der Trainer: "Sicher wissen nicht viele, dass dem Erlernen des Fechtsports keine Altersgrenze gesetzt ist. Nicht Kraft und Ausdauer sind die Hauptkomponenten, sondern Konzentration, Reaktion und Koordination machen die Sportart aus."