Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte

Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte

TRIER. Seit fast 30 Jahren engagiert sich die "Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V." für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte. Die Mitglieder sind in verschiedenen Arbeitskreisen und einem Welt-Laden aktiv.

Sich selbst bezeichnet die Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) als einen parteipolitisch unabhängigen, überkonfessionellen gemeinnützigen Verein, der sich für die Verwirklichung seiner Ziele einsetzt. Er ist dabei kein "Einzelkämpfer", sondern kooperiert mit Partnern wie zum Beispiel der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Verein "Anderes Lernen" oder dem Multikulturellen Zentrum Trier. Bei ihrer Arbeit fordert die AGF zivile Konfliktbearbeitung, weltweite soziale Gerechtigkeit, volles Asylrecht sowie politischen und persönlichen Einsatz gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Ziel: Über globale Zusammenhänge aufklären

Markus Pflüger, einziger hauptamtlich Beschäftigter und somit Leiter der Arbeitsgemeinschaft im Hinblick auf den Welt-Laden: "Für uns ist es unter anderem wichtig, über die Zusammenhänge zwischen den Lebensstilen und den Problemen in der dritten Welt aufzuklären. Anhand der Waren sollen die Lebensbedingungen der Produzenten dargestellt und die Probleme des Welthandels und der Unterentwicklung aufgezeigt werden." Mit dem Verkauf dieser Waren wird Kleinbauern ein menschenwürdigeres Leben ermöglicht, und es werden Gesundheits- und Bildungseinrichtungen gefördert. Für Schulklassen, Kinder- und Jugendgruppen bietet der Weltladen spezielle Führungen an. Hierbei wird den Gruppen der "Faire Handel" erlebnisorientiert näher gebracht und Interesse an den Menschen anderer Länder und ihrer Produkte geweckt. Doch der Laden ist nicht der einzige Arbeitsbereich der AGF. Sie engagiert sich überall dort, wo es gilt, den Blick und das Bewusstsein zu schärfen für Armut und Gerechtigkeit. So zum Beispiel auch bei Stadtrundgängen zum Thema "Trier in der NS-Zeit" oder auch beim Verlegen der so genannten "Stolpersteine" (der TV berichtete). In der AGF können sich Interessierte vielfältig engagieren. Sie arbeitet zusätzlich mit Sabine Mock und Anja Geishecker zusammen. Beide Frauen bieten für Schulklassen Seminare zu den Themen "Ich, du, wir - sind stark", "Gewaltfreier Umgang mit Kindern", "Cool sein - cool bleiben" oder das "Leben und Lernen in der einen Welt" an. Gerne gehen beide in die Schulen und fördern so zum Beispiel die Sozialkompetenzen oder informieren über Straßenkinder oder "Fair gehandelte Lebensmittel" wie Kakao, Bananen und Getreide. Pflüger: "Uns ist es wichtig, dass keine Veranstaltung wegen finanzieller Probleme bei den Schulen ausfällt. Die AGF gibt auf Antrag einen Zuschuss zur Finanzierung." Im Rahmen der Friedenspädagogik bietet die AGF aber auch Fortbildungen für Lehrer und Lehrerinnen, Eltern sowie Erzieher und Erzieherinnen an. Weitere Informationen gibt es unter der Adresse www.agf-trier.de oder der Telefonnummer 0651/994101-7. E-Mail: AGF-Trier@t-online.de

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