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FUSSBALL : Mädels sind das Aushängeschild

FUSSBALL : Mädels sind das Aushängeschild

OBER-/NIEDERSCHEIDWEILER. (ks) Mit dem Fußball-Sportverein (FSV) Ober-/Niederscheidweiler wird am Samstag, 18. Oktober, ein Verein 30 jahre alt, der heute in den beiden Eifelgemeinden unentbehrlich geworden ist.

123 der 500 Einwohner von Ober- und Niederscheidweiler gehören dem Fußball-Sportverein an. Der Verein wird von einem jungen Vorstand (Altersdurchschnitt knapp 30 Jahre) geführt. Ab 1983, als sich allerorts die Grüppchen in den Dorfkneipen zu Freizeitmannschaften (FZM) zusammen schlossen, um hin und wieder Fußball zu spielen, gab es in Niederscheidweiler die FZM "Dorfschänke". 1986 bemühte man sich dann um einen eigenen Sportplatz, der 1989 an der Schule zwischen beiden Orten schließlich bespielbar war. Das war eine Voraussetzung für den Meisterschafts-Spielbetrieb. Nach der Vereinsneugründung als FSV Ober-/Niederscheidweiler und der Aufnahme in den Sportbund wurde dann in der Spielgemeinschaft mit dem SV Wallscheid in der D- und C-Klasse gekickt. Gymnastik kam als Sportart dazu, ebenso Bodystyling. Als sich die Fußball-Herren rar machten, waren es die Mädchen, die den Fußballsport im FSV repräsentierten. Die Spielgemeinschaft wurde aufgelöst. Mädchenfußball wurde ab dem Jahr 2000 mit Franz-Josef Steilen als Trainer, Organisator und Betreuer etabliert. Heute ist die Damenmannschaft Vizekreismeister im Spielkreis Mosel. Wichtigstes Anliegen für Jürgen Mayer, der seit 1997 Vereinsboss ist, ist die Weiterentwicklung des FSV zu einer Plattform für die Jugendarbeit. Die jungen Fußballer werden in die große "Eifel-Jugendspielgemeinschaft" Laufeld/Manderscheid integriert. Mit neu ausgebildeten Übungsleiterinnen werden im FSV Kinderturn- und Gymnastikgruppen aufgebaut. Spiele-Nachmittage, wie das Turnier "Mensch ärgere dich nicht" sind weitere Aktivitäten, die das Dorfgeschehen bereichern. 1989 startete der FSV gemeinsam mit FSV Plein, FZM Gipperath, SV Greimerath und DJK Hasborn Ferienaktionen. Mit einem jährlich in Hasborn wiederkehrenden Hallenfußballturnier werden die Aktivitäten finanziert. Nach einem vierten und dritten Platz in den Jahren 1997 und 1998 wurde das Ferienprogramm 1999 mit dem ersten Platz beim landesweiten Wettbewerb des Sportbundes ausgezeichnet. "Nach soviel Erfolg und überregionaler Anerkennung wollten wir zur Abschlussveranstaltung nicht immer wieder an den Rhein fahren", sagt Jürgen Mayer. 350 Sportlerinnen und Sportler aus den 200 Vereinen der Landes-Sportjugend, die im Jahre 2000 an den Ferienaktionen teilgenommen hatten, waren in der Hasborner Halle zu Gast (der TV berichtete).