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FUSSBALL: Querelen schon vor erstem Anstoß

B-Liga oder C-Liga? Stefan Andres (rechts) und sein FC Gielert wussten erst kurz vor Saisonbeginn Bescheid. Foto: TV-Archiv/Eberhard von Fumetti
B-Liga oder C-Liga? Stefan Andres (rechts) und sein FC Gielert wussten erst kurz vor Saisonbeginn Bescheid. Foto: TV-Archiv/Eberhard von Fumetti
NEUERBURG/GIELERT. (jau) Normalerweise dient die Sommerpause der Erholung. In Neuerburg und Gielert war das in diesem Jahr nicht so.

Wie so viele andere Zuschauer auch, ist das Neuerburger Publikum seit Jahren einen sonntäglichen Doppelschlag gewohnt. Erst spielt um 12.45 Uhr die Reserve, dann um 14.30 Uhr die "Erste". So ist das schon seit fünf Jahren, wenn der Spielplan für die Neuerburger Mannschaften ein Heimspiel ausweist. Und mit dieser Situation rechneten die SVN-Verantwortlichen auch in diesem Jahr wieder. Doch es kam anders. Laut des ursprünglichen Spielplans hätten die beiden Neuerburger Mannschaften unterschiedlich voneinander ihre Heimauftritte gehabt. Eine von mehreren Konsequenzen wäre ein Mehraufwand von 200 bis 300 Euro pro Monat gewesen. "Das hätten wir uns nicht leisten können, dann hätten wir eine Mannschaft zurückgezogen. Wir hatten allerdings in diesem Jahr auch vergessen, den Wunsch nach gleichen Heimspiel-Terminen expliziert zu formulieren", erklärt Ralf Linden, stellvertretender Vorsitzender. Im Anschluss daran intervenierten die Verantwortlichen. Ein Vereinsvertretertreffen wurde anberaumt, zwar ohne den zuständigen Staffelleiter, dafür aber mit einem Funktionär aus dem Kreisvorstand. Die Heimspiele wurden in Absprache mit den anderen Klubs so getauscht, damit der gewohnte Doppelpack am Sonntag an den meisten Spieltagen hätte durchgeführt werden können. Die Verantwortlichen waren zufrieden - und erschraken kurz danach erneut. In der nächste Variante des Spielplans war nämlich nichts geändert, die Heimspiele lagen immer noch ungünstig. "Der Staffelleiter sagte uns, das sei jetzt so fest und wir müssten uns selbst um die Verlegungen kümmern. Er war aber so nett, uns die normalerweise für Verlegungen anfallende Gebühr von 20 Euro Gebühr zu erlassen", berichtet Linden. Und so wählten er und seine Mitstreiter sich zuletzt am Telefon die Finger wund. Das Resultat: Bis auf zwei Sonntage klappt alles wie von den Neuerburgern erwünscht. Auch beim FC Gielert gab es einige Turbulenzen. Bis Ende Juni, also kurz vor Ablauf der Wechselfrist, wussten die Verantwortlichen nämlich nicht, in welcher Liga sie in der neuen Runde spielen würden: in der B- oder in der C-Liga? "Laut Oddset-Pokal-Ansetzung waren wir B-Ligist", erinnert sich der Vorsitzende Berthold Schneider. Aber an anderen Orten wurden sie als C-Ligist geführt und endgültig Bescheid, so erzählt es Schneider, wusste er erst kurz vor dem 1. Juli. Dass Gielert 2005/06 C-Liga spielen würde, war dann klar. Das Problem aber: Da war die Wechselfrist schon so gut wie abgelaufen und vorher den Verantwortliche nicht klar gewesen, ob sie für die B- oder die C-Liga hätten planen sollen. Sie entschieden sich für die risikoärmere Variante - und sollten mit ihre Verdacht recht behalten.