FUSSBALL: Träume und das Tagesgeschäft

FUSSBALL: Träume und das Tagesgeschäft

WITTLICH. (red) Was einem als Fußballer oftmals verwehrt bleibt, kann man als Schiedsrichter erreichen: den Aufstieg in die Rheinland- oder sogar die Oberliga. Auf dem Weg nach oben befindet sich derzeit Christoph Zimmer, der als 16-Jähriger sein erstes A-Klassen-Spiel geleitet hat.

Wie alle Fußballer wollen auch die Schiedsrichter in die nächsthöhere Klasse. Die Unparteiischen werden beobachtet und erhalten Bewertungen. Macht der Schiedsrichter Fehler, gibt es Punktabzug. In den überkreislichen Klassen geht es für die Pfeifenmänner genauso um Auf- und Abstieg wie für die Mannschaften. Um überkreislich als Schiedsrichter zu fungieren, müssen bereits im Fußballkreis die Schiedsrichter sondiert werden, die für höhere Aufgaben in Frage kommen. Neben guten Beobachtungsbögen gehören aber auch Einstellung, Wille und körperliche Fitness zu den Voraussetzungen für den Einsatz in der Bezirks- oder der Rheinlandliga. Daneben zählt auch die Perspektive, die ein Schiedsrichter noch hat. So ist das Förderkonzept des Deutschen Fußball-Bunds, das sich bis in die Kreise runterbrechen lässt, auf Nachwuchsförderung ausgerichtet. Das heißt in der Praxis: Vor allem talentierte junge Schiedsrichter haben die Möglichkeit, den Weg nach ganz oben zu schaffen. Ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent ist Christoph Zimmer aus Wittlich. Mit 16 Jahren hat er kurz vor der Winterpause die A-Klassen-Partie zwischen der SG Laufeld II und dem FC Peterswald geleitet. Dabei bekam er nicht nur Lob von Obmann Arno Görg und Lehrwart Mario Saxler, sondern auch von den beiden Vereinen. Dabei ist es erst seine zweite Saison als Schiedsrichter und erst seine erste im Seniorenbereich. Im Juni 2005 legte er zusammen mit seinem Freund Julian Holz, der ebenfalls zum hoffnungsvollen Nachwuchs im Spielkreis Mosel zählt, die Schiedsrichterprüfung ab. Bereits nach den ersten Einsätzen im Juniorenbereich zeigte sich das Talent des Schülers, der die zehnte Klasse des Wittlicher Cusanus- Gymnasiums besucht. "Neben den guten Leistungen auf den Sportplätzen spielt auch der Einsatzwille des Schiedsrichters eine große Rolle. Diese beiden Faktoren sind entscheidend für das Weiterkommen", erläutern Kreis-Schiedsrichter-Obmann Arno Görg und Nachwuchsreferent Andreas Müllers. Neben den regelmäßigen Einsätzen als Schiedsrichter zählt auch der Besuch von Fortbildungen und Leistungsprüfungen zu den Pflichtprogrammen von Christoph Zimmer. Besonders Spaß machen ihm die Einsätze als Schiedsrichter-Assistent in der Rheinlandliga und den Junioren-Regionalligen. "Hierbei kann ich viel lernen und von den erfahrenen Schiedsrichtern noch etwas abgucken", sagt der Nachwuchs-Referee, dessen Vorbild Markus Merk ist. Der große Traum des für den SV Wittlich pfeifenden "schwarzen Mannes" ist, einmal in der Bundesliga an der Spitze mit den Mannschaften ins Stadion einzulaufen. Aber bei seinen wahren Zielen bleibt er auf dem Boden. "Ich will in jedem Spiel mein Bestes geben." In der Rückrunde wird der junge Schiedsrichter nach der erfolgreichen Feuertaufe weiterhin in der A-Klasse eingesetzt. Informationen zum Schiedsrichterwesen im Spielkreis Mosel sind im Internet unter www.schiedsrichtervereinigung-mosel.de abrufbar.