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Gutes Omen Pfingstsamstag

Gutes Omen Pfingstsamstag

Am vorletzten Spieltag scheint der SV Niederemmel am Ziel angekommen zu sein. Nur noch einen Punkt benötigt die Elf von Trainer Frank Neukirch, um nach 16 Jahren wieder in die Bezirksliga aufzusteigen.

Piesport/Mosel. Der SV Niederemmel ist nach dem letzten Spieltag, als Verfolger Morbach II ausgerechnet in Blankenrath verlor und die Neukirch-Elf in Strimmig gewann, kaum noch einzuholen. Die Stimmung bei Mannschaft und Umfeld ist dementsprechend.Dabei sieht Andreas Zachara, Vorsitzender des Vereins, die Entwicklung in den letzten beiden Jahren als primär an. "Das Team hat es verstanden, die Vorgaben des Trainers fast in jedem Spiel umzusetzen. Die Handschrift von Frank Neukirch ist unverkennbar, die Spieler verinnerlichen die Trainingsinhalte und haben auch im technischen Bereich einen Sprung gemacht. Die heimliche Favoritenrolle, resultierend aus dem optimal absolvierten Auswärtsprogramm in der Hinrunde, war für die Mannschaft keine Bürde, die Entwicklung in den letzten drei Wochen weckte auch "Schlafende": So stieg die durchschnittliche Zuschauerzahl auf 260 pro Spiel an. Gegen Blankenrath werden Thomas Kirsten und Kai Herres fehlen, die Verletzungen auskurieren müssen. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Torjäger und Mittelfeldmotor Carsten Herres, der einen Muskelfaserriß verkraften muss und zunächst auf der Bank sitzt. Das 1:3 aus dem Hinspiel war eine der wenigen schwachen Vorstellungen des Teams. "Wir spielen auf Sieg und wollen uns nicht auf den noch fehlenden Punkt verlassen. Wir wollen ein schnelles Tor", lässt Zachara die Marschrute durchblicken.Zachara bemüht die Geschichtsbücher

"Die Zeit ist reif für den Titel. Die Mannschaft und das Umfeld haben die Meisterschaft verdient", so der Vereinschef, der ein Kuriosum anspricht: "Am Pfingstsamstag 1986 sind wir das erste Mal in die Bezirksliga aufgestiegen, wo wir sechs lange Jahre spielen durften. Jetzt ist wieder Pfingstsamstag. Es wäre ein gutes Omen". So gesehen kommt es am Samstag zu einer Duplizität der Ereignisse.Der Gegner aus dem Hunsrück ist mit dem gegenwärtigen vierten Platz am Optimum angekommen. So sieht es auch Blankenraths Spielertrainer Frank Etges. "Wir wollten uns im oberen Mittelfeld etablieren, das ist uns gelungen. Zu Beginn mussten wir Schwierigkeiten mit einer geringen Trainingsbeteiligung zur Kenntnis nehmen, doch nach der Winterpause steigerten wir uns kontinuierlich". Etliche junge Spieler haben sich nahtlos ins Team eingefügt, die Offensivabteilung ist das Prunkstück der spielstarken Hunsrücker. Christoph Brausch, Daniel Etges und Lorant Le Berre haben bei fast allen Mannschaften ihre Visitenkarte abgegeben. Vor allem der aus Sirzenich gekommene Le Berre hat eingeschlagen. Mit Abwehrmann Michael Brausch und Rückkehrer Tobias Rettmann haben die Blankenrather verheißungsvolle Perspektiven. "Die unnötigen Niederlagen gegen Mülheim und Platten haben uns das Verweilen im erweiterten Favoritenkreis gekostet. Dennoch haben wir eine gute Saison gespielt, können vielleicht noch Dritter werden", erzählt Etges, der in der kommenden Serie "nur" noch Spieler sein wird. Neuer Trainer wird der ehemalige Zeller Verbandsligacoach Bobby Müller.