Haferkamp am Ziel, Fitschen mit Plan C

Höhenflüge und Abstürze der deutschen Läufer in Belgien: Antje Möldner lief in Neerpelt deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis, während Europameister Jan Fitschen die Olympia-Norm verpasste. Der Dauner Lars Haferkamp blieb über 10 000 Meter erstmals unter 30 Minuten.

 Der aus Daun stammende Lars Haferkamp (TV Refrath/Startnummer 107) verbesserte sich in Belgien über 10 000 Meter auf eine Zeit von unter 30 Minuten. TV-Foto: Holger Teusch

Der aus Daun stammende Lars Haferkamp (TV Refrath/Startnummer 107) verbesserte sich in Belgien über 10 000 Meter auf eine Zeit von unter 30 Minuten. TV-Foto: Holger Teusch

Neerpelt. "Endlich unter 30 Minuten!" Lars Haferkamp atmete nach der "Nacht van de Euregio" hörbar auf. Mehrfach hatte der gebürtige Dauner, der bei der LG Vulkaneifel mit dem Laufen begonnen hat und nun für den TV Refrath startet, versucht, die begehrte Halb-Stunden-Marke über 10 000 Meter zu unterbieten, im belgischen Neerpelt (nahe der niederländischen Grenze bei Eindhoven) klappte es endlich. "Es war wieder ein tolles Meeting mit vielen Läufern meiner Preisklasse", schwärmt der 29-Jährige von den Bedingungen. Als Fünfter des B-Laufs blieb der Sohn des LGV-Vorsitzenden Rolf Haferkamp deutlich unter der begehrten Marke.Jan Fitschen verpasst die Qualifikation für Olympia

Dagegen erreichte Jan Fitschen sein Ziel, die Olympia-Norm (27:50,00 Minuten) zu knacken, nicht. "Diese Norm ist auch ein echter Hammer. Da waren die 30 Minuten schon einiges einfacher", sagte Haferkamp zum Lauf des 10 000-Meter-Europameisters. Der Diplom-Physiker konnte nur drei Kilometer das Tempo gut mithalten, dann lief bei Fitschen nichts mehr zusammen, und als 22. in 28:42,37 Minuten war der 30-Jährige 40 Sekunden langsamer als bei seinem ersten Angriff auf die Olympia-Norm Anfang Mai in Palo Alto in den USA (28:02,55). Statt ins Höhentrainingslager zu fahren, bereitet sich Fitschen nun auf "Plan C" vor: der Versuch, über 5000 Meter das Peking-Ticket zu lösen.Das dürfte die Potsdamerin Antje Möldner mit dem deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis in der Tasche haben. Die ehemalige Mittelstrecklerin, die bereits an Silvester in Trier als Dritte des Fünf-Kilometer-Elitelaufs auf sich aufmerksam gemacht hatte, verbesserte gleich im ersten Versuch die sechs Jahre alte Bestmarke um 4,1 Sekunden auf 9:34,21 Minuten.

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