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HANDBALL: Ära Bach geht zu Ende

HANDBALL: Ära Bach geht zu Ende

KLEINICH. 20 Jahre Leistungshandball sind genug: Markus Bach, der 36-jährige Routinier und Spielmacher der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch, hat am Saisonende seine aktive Laufbahn beendet. In seiner Funktion als Co-Trainer bleibt er der Regionalligamannschaft weiter erhalten.

Wunschgemäß mit einem Sieg gegen die HF Illtal verabschiedete sich Markus Bach in seinem "Wohnzimmer Hirtenfeldhalle" von den heimischen Zuschauern. Was sich schon vor Wochen andeutete, ist nun offiziell. Nach intensiven Gesprächen mit dem HSG-Vorstandsvorsitzenden Bernd Kirst und Trainer Paul Schmidt, beendete Markus Bach am Saisonende seine lange wie auch erfolgreiche Laufbahn. "Ich muss auch einmal ein wenig auf meinen Körper hören", sagt der Linkshänder, der nicht zuletzt wegen seiner Rückenprobleme auf so manches Training verzichten musste. Seine Funktion als Co- Trainer wird der 36-jährige auch in der kommenden Saison weiter ausüben, und zusätzlich als Standbye-Spieler dem Team zur Verfügung stehen. "Das gilt aber nur für den äußersten Notfall", betont er ausdrücklich. Trotz unzähliger Angebote, auch aus der zweiten Bundesliga, trug Bach 31 Jahre das HSG-Trikot, spielte 20 Jahre Leistungshandball, und davon 16 Jahre in der Regionalliga. Schon als Fünfjähriger prellte und streichelte Markus Bach den Handball auf dem heimischen Bolzplatz. "Fußball war in meiner Jugendzeit nie ein Thema", erinnert sich Bach, der aber im Training auch mal gerne eine ruhige Filzkugel schiebt. Sein erstes Trikot streifte er sich mit sechs Jahren in der D-Jugend des damaligen TuS Kleinich über. Mit Vater Horst auf der Trainerbank wurde er 1982 zum ersten Mal Rheinland-Meister. "Ich habe während meiner Jugendzeit nicht viele Spiele verloren", sagt der Titelsammler Bach, der immer noch gerne an die Endspiele um die westdeutsche A-Jugendmeisterschaft 1987 zurück denkt. "Es waren riesige Endspiele, in denen wir unglücklich an Thier Dortmund gescheitert sind", so Bach, der danach nahtlos mit seinen Mannschaftskameraden den Sprung zu den Senioren schaffte. Unvergessen bleibt der Regionalliga-Aufstieg

Unvergessen bleibt für ihn der Aufstieg in die Regionalliga West mit den sensationellen Spielen in Traben-Trabach. "Das war schon toll, gegen solche Granaten wie den russischen Weltmeister Aleksandar Karschakevich oder den Rumänen Ioan Ionuta zu spielen", schildert er. Als "wahnsinniges Erlebnis" sieht er noch heute die Szene im Lokalderby gegen den TuS Daun, als Gästetrainer Rainer Schwab, wie von Furien verfolgt, von der Bank auf das Spielfeld rannte und eigenhändig einen HSG Treffer verhinderte. " Das war schon irre", sagt der Linkshänder, der nach dem Abstieg 2001 das Team als Spielertrainer übernahm und wieder den Aufstieg schaffte, und "nicht mehr absteigen wollte". Bach freut sich darauf, dass er ab dem Sommer endlich auch einmal viel mehr Zeit mit seiner Familie verbringen kann. "Meine Frau Verena, und meine Söhne Nico und Luca sind in all den Jahren etwas zu kurz gekommen", gibt er zu. Der zehnjährige Nico tritt bereits in die Fußstapfen seines Vaters und geht in der HSG-E-Jugend auf Torejagd.