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HANDBALL : Boom mit kleinen Bällen

HANDBALL : Boom mit kleinen Bällen

WITTLICH. (BP) Fast 500 Mitglieder, ein riesiger Zuwachs im Jugendbereich und vier Titel in der abgelaufenen Saison – bei der HSG Wittlich boomt der Handballsport.

Der kleine Ball löst so langsam den großen Ball in der Gunst der Kinder und Jugendlichen in Wittlich ab: 60 Prozent der annähernd 500 Mitglieder der HSG Wittlich sind unter 18 Jahren, in der kommenden Saison wird die Handball-Spielgemeinschaft den Rekord von 21 Nachwuchs-Teams in den unterschiedlichen Jugendklassen melden. "Wir haben einen riesigen Zuwachs", sagt HSG-Geschäftsführer Axel Weinand, der auch auf die Erfolge verweist: Vier HSG-Mannschaften sicherten sich zuletzt Meisterschaften. Am vergangenen Wochenende gewann die männliche D-Jugend souverän und in der gesamten Saison ungeschlagen den Rheinland-Titel. Hinzu kommen die weibliche D-Jugend sowie die weibliche E-Jugend (jeweils Bezirksmeister) sowie beide männlichen E-Jugend-Teams, die Staffelsieger wurden. Prunkstück der Nachwuchsarbeit ist aber die weibliche B-Jugend, die die erste Regionalliga-Saison als beste Mannschaft aus dem Handballverband Rheinland als Dritte abschloss. Jugendarbeit nach DHB-Rahmenkonzept

Dieses Team wird mit dem neuen Trainer Wolfgang Becker in der A-Regionalliga starten und dort eine Kooperation mit dem HSC Schweich eingehen - also scheint ein erneuter Spitzenplatz möglich. In dieser Mannschaft stehen in Marina Kils und Marina Flesch zwei Rheinland-Pfalz-Auswahl-Spielerinnen. Auch bei den Jungen stehen HSGler in Auswahl-Teams. "Diese hervorragende Jugendarbeit, die komplett nach dem DHB-Rahmenkonzept ausgerichtet ist, zeigt ihre Früchte: Wir konnten unsere Senioren-Teams deutlich verjüngen", meint Weinand. Die erste Männer-Mannschaft geht in der kommenden Spielzeit unter dem neuen Trainer Heinz Hammann in der Verbandsliga an den Start, die erste Frauen-Mannschaft (in dieser Saison Zweite) spielt weiter in der Oberliga. Doch nicht alles ist Gold, was glänzt: "Die Hallensituation ist ein Riesen-Problem. Nur eine Jugendmannschaft kann in der großen BBS-Halle trainieren, alle anderen müssen in kleine Hallen in Wittlich, Bombogen oder Hupperath ausweichen", sagt Vorstandsmitglied Dietmar Beckhäuser. Dies kann D-Jugendtrainer Olaf Gierenz bestätigen: "30 Kinder in der kleinen Realschul-Halle, das ist ein eigentlich unmöglich." Daher hoffen die HSG-Verantwortlichen auf eine neue Sporthalle in der Kreisstadt.