HANDBALL: Neuaufbau von unten nach oben

HANDBALL: Neuaufbau von unten nach oben

MORBACH. Die Erfahrung des neuen Trainers Jarek Glinka soll die Handballabteilung des Landesligisten TV Morbach langfristig in die Verbandsliga führen. Im Jugendbereich soll Glinka für einen weiteren Schub sorgen.

Mit der C-Jugend des HSC Schweich gastierte Jarek Glinka im vergangenen Sommer in der Baldenauhalle und war von der Spielstärke der Morbacher Jugend sehr angetan. Gleichzeitig suchten die Verantwortlichen des TV Morbach einen Nachfolger für Trainer Rainer Waberzeck, der aus familiären Gründen aus dem Amt schied. Abteilungsleiter Andre Priesterbach nahm Kontakt zu dem in Wehlen wohnenden Glinka auf und bekam nach einigen Gesprächen dessen Zusage. "Mit Glinka haben wir in Zukunft einiges vor", sagt Priesterbach. Der 40-jährige gebürtige Pole begann seine Handballkarriere in Lubin und wechselte dann nach Deutschland zum Bundesligisten HSG Nordhorn und von dort in die Regionalliga zum TV Heppenheim. In der Region trug er bereits die Trikots der HSG Biewer/Pfalzel, der DJK/MJC Trier und der HSG Wittlich. In Morbach sollen nun das Herrenteam und die Jugendmannschaften von seiner Erfahrung profitieren. "Im Verein gibt es sehr viele junge leistungswillige Spieler", freut sich Glinka. Erste Erfolge heimste er mit dem Seniorenteam in der Landesliga ein. "Da ist sehr viel neue Motivation reingekommen", hat Abteilungsleiter Priesterbach festgestellt. Nach dem letzten Platz in der vergangenen Saison rangiert das Glinka-Team derzeit mit acht Punkten Rückstand auf den verlustpunktfreien Tabellenführer HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch III auf Rang vier. "Langfristig ist unser Ziel der Aufstieg in die Verbandsliga", lautet die Vorgabe des Spielertrainers Glinka. Für ihn ist erst einmal Aufbauarbeit und die intensive Förderung des Morbacher Nachwuchses angesagt. Individuelle Verbesserungen stehen genauso auf seinem Trainingsplan wie die Basisarbeit mit Handball-Neueinsteigern. "Wir haben guten Zulauf in den Jugendmannschaften und wollen das mit Jarek ausbauen", nennt Priesterbach ein weiteres Vereinsziel. Dazu wird am 26. Februar in einer Gründungssitzung ein Förderverein ins Leben gerufen. Mit einem kontrollierten Aufbau will sich der Verein bestmögliche Zukunftsperspektiven erarbeiten. Gezielte Kooperationen mit den Morbacher Schulen sollen umgesetzt werden und sportbegeisterte deutsch-russische Jugendliche in der Einheitsgemeinde für den Handballsport gewonnen werden. Im laufenden Spielbetrieb ist der TVM mit zwei Seniorenmannschaften und sechs Jugendteams, davon zwei im weiblichen Bereich, vertreten. "Im A- und B-Jugendalter klafft bei uns noch eine Lücke", bedauert der Abteilungsleiter. Um alle Ziele optimal verwirklichen zu können, hat der Verein seinem Trainer in Morbach eine Arbeitsstelle besorgt. "Hier ist noch viel zu bewegen", sagt der Ex-Profi. Der Handballsport schwimmt bekanntlich momentan auf einer Euphoriewelle.