Heimlicher Gewinner

Aufgrund verletzungs- und berufsbedingter Ausfälle ist die HSG Wittlich nur mit acht Feldspielerinnen beim Pokal Final Four in Sinzig angetreten. Sie war der eigentliche Gewinner des Turniers.

Sinzig. (R.S.) Sowohl Regionalligist DJK/MJC Trier II bei den Frauen als auch die HSG Biewer/Pfalzel konnten die vielen Ausfälle nicht verkraften und schieden bereits im ersten Spiel aus. Letztlich bleibt die Frage nach dem Sinn der Final-Four-Turniere. Dies zeigt auch die Tatsache, dass keiner dieser Vereine einen Spielverlauf übermittelte. "Wir können mit dem Verlauf des Turniers zufrieden sein. Die Einstellung der Mannschaft stimmte, wir haben uns mit der knappen Besetzung bestmöglich präsentiert", freute sich Wittlichs Co-Trainer Jürgen Unger, der den beruflich verhinderten Trainer Norbert Stelmach vertrat. Im Halbfinalspiel gegen den Regionalligisten aus Trier führte Wittlich schnell mit 3:0, kassierte den Ausgleich und gab dann die Führung nicht mehr ab. Am Ende stand ein unerwarteter 24:15-Erfolg auf der Anzeigetafel. Wittlich: Christ und Siol im Tor, Lukas (5/1), Kils (9/5), Born (6), Flesch (3), Wollschläger (1), Simonis, Feilen und Bieg. Im Finale trafen die Ungers-Schützlinge auf den TuS Bannberscheid, den man über die gesamte Spielzeit forderte. Entscheidend war nach dem Wechsel die Tatsache, dass die Mannschaft beim Stand von 10:12 einen Siebenmeter vergab. So setzte sich der Favorit mit 17:14 (9:7) durch. Wittlich: Christ und Siol im Tor - Lukas (3/2), Kils (3/1)), Born (1), Flesch (3), Wollschläger (2), Simonis (1), Feilen (1), Bieg. Ergebnisse: Halbfinale Frauen: TuS Bannberscheid - HSV Rhein-Nette 29:8, Erstes Halbfinale Männer: HSG Biewer/Pfalzel - UVS Rheintal 17:20, Zweites Halbfinale Frauen: HSG Wittlich - DJK/MIC Trier II 24:15, Zweites Halbfinale Männer: TV Bad Ems - HSG Mülheim/Kärlich/Bassenheim 22:19, Finale Frauen: TuS Bannberscheid - HSG Wittlich 17:14, Finale Männer: UVS Rheintal - TV Bad Ems 23:15