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Heute: Positiv formulieren

Heute: Positiv formulieren

Mein Sohn meint, ich formuliere alles so negativ. Das empfinde ich gar nicht. Was kann ich dagegen tun? Das kann man ja von der Ferne schlecht beurteilen. Aber es ist nicht zu vergessen, Positiv-Formulierungen sind immer besser, sie haben eine Doppelwirkung: Sie beeinflussen das eigene Wohlgefühl und helfen, den Umgang mit anderen angenehm werden zu lassen.

Prüfen Sie deshalb Ihre Formulierungs-Gewohnheiten auf versteckte oder offensichtlich negative Äußerungen. Verändern Sie sie gegebenenfalls ins Positive. Bedenken Sie, wie Ihr Gehirn funktioniert: Es setzt Worte in Bilder und Vorstellungen um. Sind die Worte negativ, entsteht ein entsprechendes Bild, das im Unbewussten gespeichert wird und somit ungünstige Auswirkungen haben kann. Geben Sie Ihrem Gehirn deshalb positive Bilder, die aus ebensolchen Formulierungen entstehen. Sagen Sie: "Ab morgen lernst du", statt: "Du hast versagt" oder: "Du kannst das nicht." Vermeiden Sie Negationen. Jedes "Nicht" oder "Kein" löst am stärksten die Assoziation zu dem aus, was NICHT passieren soll. "Denken Sie jetzt NICHT an ein gefährliches Tier" lässt sofort genau dieses Bild in Ihrem Gehirn entstehen. Machen Sie sich bewusst, was ein "Sie müssen ..." bei Erwachsenen auslöst: Dieser Befehl schränkt die Entscheidungsfreiheit eines Menschen ein. Darauf reagieren viele "allergisch", wie auch bei "Sie dürfen nicht ...". Ersetzen Sie "müssen" mit: "Ich bitte dich ..." oder "Ich empfehle dir ...". Achten Sie bitte auch darauf, was "ich muss ..." in Ihnen auslöst. Setzen Sie sich damit nicht unnötigerweise unter Stress. "Ich tue gern ..." als Umformulierung erhöht Ihr Wohlergehen und wirkt auf andere ebenfalls vorteilhaft. Ihre Salka Schwarz Repräsentationstrainerin für moderne Umgangsformen www.stil-kunde.com Haben auch Sie Fragen zu Stil und Etikette? Mailen Sie uns: familie@volksfreund.de