INTERVIEW DER WOCHE : "Meine Mannschaft überrascht mich"

INTERVIEW DER WOCHE : "Meine Mannschaft überrascht mich"

THALFANG. Christian Anderle wechselte in der Sommerpause als Spielertrainer zu den Sportfreunden Thalfang. Im TV-Interview äußert er sich über Stärken und Schwächen seiner Mannschaft und die Situation in der Kreisliga B I.

Herr Anderle, Sie wurden im vergangenen Jahr mit der SG Neumagen Meister in der A-Liga und stehen jetzt mit Thalfang in der Kreisliga B I auf dem ersten Platz. Wo liegen die Unterschiede der beiden Ligen? Christian Anderle: Generell liegen die größten Unterschiede im Tempo und in der spielerischen Klasse der jeweiligen Gegner. Die ersten drei Teams in der B-Liga hätten mit gezielten Verstärkungen aber auch das Potenzial, in der A-Liga mitzuspielen. Die untere Hälfte hätte allerdings Probleme, dafür sind die Unterschiede zu groß. Wie sind Sie denn mit dem Saisonverlauf Ihrer Mannschaft bisher zufrieden? Anderle: Wir stehen ganz ordentlich da, sind seit 13 Spielen ungeschlagen, davon haben wir elf gewonnen. Das ist eine ganz nette Serie, auf die sich aufbauen lässt. Sie kamen am Anfang der Saison nicht gut aus der Sommerpause, haben aus drei Partien nur drei Punkte geholt. Was war los?Anderle: Es war klar, dass wir am Erfolg arbeiten mussten. Zwei Leistungsträger waren verletzt, zudem musste ich drei A-Jugendliche einsetzen. Zudem musste ich selbst mich erst einmal auf die Anforderungen und die Spielweise in der B-Liga einstellen. Und was haben Sie geändert, damit der Erfolg sich dann doch einstellte? Anderle: Wir spielen ab dem vierten Spieltag ein anderes System. Ich selbst agiere mehr als hängende Spitze, und wir haben im Mittelfeld etwas umgestellt. Eine entscheidende Rolle hierbei spielt auch Björn Fetzer, den ich flexibel auf nahezu jeder Position einsetzen kann. Außerdem kam Fivo Odigie wieder zurück. Was haben Sie sich für den Rest der Saison vorgenommen? Anderle: Wir dürfen jetzt natürlich nicht den Fehler machen, uns auf dem bisher Erreichten auszuruhen. Wir müssen ein paar Prozent zulegen. Der größte Fehler wäre es, wenn wir uns auf dem jetzigen Tabellenplatz ausruhen, denn Zählbares erreicht haben wir noch nicht. Die Saison ist noch lang, wir müssen gut aus den Startlöchern kommen, und uns erwarten zehn schwere Spiele. Wer ist denn Ihr schärfster Konkurrent um den Titel? Anderle: Die vier Erstplatzierten, also wir, Peterswald/Löffelscheid, Morscheid und Altlay Hahn werden sich bis zum Schluss einen Vierkampf leisten. Vielleicht steigt einer kurz vorher schon aus. Aber am Ende kämpfen drei Mannschaften um die ersten zwei Plätze. Und wer spielt in der kommenden Saison in der C-Liga?Anderle: Horath wird wohl keine großen Chancen mehr haben. Für alle anderen Mannschaften ist unten aber momentan noch alles drin. Von welchem Team waren Sie bisher am meisten enttäuscht? Anderle: Burgen und Strimmig habe ich vor der Saison etwas stärker erwartet. Welches Team hat Sie am meisten überrascht? Anderle: Das war meine eigene Mannschaft. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht mit der Entwicklung. Ich dachte, dass die getroffenen Maßnahmen und die Umstellung erst Ende Oktober greifen würden. Von der A-Liga haben wir ja bereits eben schon gesprochen. Welchen Vergleich können Sie denn zwischen der Kreisliga B II und der Kreisliga BI ziehen? Anderle: Ich denke, das Niveau der Mannschaften an der Spitze der jeweiligen Liga ist ziemlich identisch. Die anderen Teams kann ich nicht einschätzen. Und wie denken Sie über die B-Ligen in den anderen Spielkreisen? Anderle: Zu den Eifel-Ligen kann ich nichts sagen, da kenne ich mich nicht aus. Über die Trierer Ligen wird ja immer gesagt, dass sie besser seien als unsere. Um das herauszufinden, habe ich für die Vorbereitung jetzt ein Spiel mit dem B-Ligisten Trier-Irsch vereinbart. Danach kann ich mehr sagen. d Mit Christian Anderle sprach TV-Mitarbeiterin Petra Willems