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Ist die SG Laufeld schon durch?

Ist die SG Laufeld schon durch?

Am Anfang war sie noch spannend, brisant und unberechenbar: Die Kreisliga B II erlebte nach den ersten zehn Spieltagen einen wahren Schlagabtausch zum Thema Titelkampf. Doch nach 15 Spielen und der souveränen Führung von A- Liga- Absteiger SG Laufeld II scheint Langeweile einzukehren. Trügt dieser Schein?

Wittlich. (L.S.) Der Schein von Langeweile trügt nicht. Denn die meisten Verantwortlichen auf den Trainerbänken schieben den Laufeldern eindeutig die Favoritenrolle und den damit verbundenen Aufstiegsplatz zu. Anfangs noch zögerlich und mit einigen Ausrutschern behaftet (2:3 gegen Lüxem II zu Hause), entpuppte sich die Elf des mittlerweile zum Coach der Rheinlandliga-Elf berufenen Trainers Andreas Jany als souverän, spielstark und ausdauernd. Satte acht Zähler beträgt das Punkteguthaben auf die Verfolgermeute. Die SG Landscheid bewies nur anfangs, dass mit ihnen im Titelkampf zu rechnen ist, bringt nur zwei Punkte Vorsprung gegenüber dem Überraschungsteam schlechthin, dem SV Neuerburg, mit. Die Wittlicher Vorstädter haben um Spielertrainer Christof Thiel eine gesunde Mischung aus Jung und Erfahren ins Rennen geschickt und präsentieren sich als bester Aufsteiger. Doch auch der andere Vorstadtclub aus Wittlich, die Lüxemer Bezirksliga-Reserve, besitzt noch Minimalchancen, um den Laufeldern die sofortige Rückkehr ins kreisliche Oberhaus zu vermiesen. Alles, was danach kommt, hat die Thematik Titelambitionen längst abgeschrieben. Auffällig ist dennoch die kleine Auferstehung der SG Altrich, die mit 23 Zählern und einer "Hängepartie" den Anschluss nach oben nicht verpassen will und eine Reihe Talente erfolgreich einbaute. Auch die Bezirksligareserve des SV Hetzerath liegt im Soll (5.Platz). Die SpVgg Minderlittgen hat im letzten Vorrundendrittel Boden gut gemacht und sich sportlich konsolidiert. Dagegen mutet der "Absturz" des Vorjahreszweiten SV Türkgücü Wittlich in die Niederungen der Tabellenregion schon sensationell an. Die Ursachen für den Favoritensturz sind vermutlich in der langen Verletztenliste und einiger unsportlicher Unzulänglichkeiten zu suchen. In Sehlem und Bettenfeld, in der Vergangenheit immer im oberen Drittel zu finden, muss man aufpassen, nicht durchgereicht zu werden. Trotz der prekären Situation, in der sich beide Vereine befinden, sollte der Ligaverbleib geschafft werden, denn das Leistungsvermögen ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Da auch Schlusslicht SV Dreis nicht so weit vom rettenden Ufer entfernt ist und Strotzbüsch sowie die zweiten Vertretungen aus Buchholz und Dörbach im Abstiegskampf involviert sind, ist eine spannende Rückrunde vorprogrammiert. Die "Kanoniere" der Liga kommen aus Laufeld, die 53 mal ins gegnerische Tor trafen. Mit nur 18 Gegentreffern ist der Ligaprimus auch Spitze im Defensivbereich. Fazit: Gelingt es den "Interimstrainern" Michael Ahnen und Volker Weiler die Mannschaft "bei Laune zu halten" und weitere Konstanz zu zeigen, führt der Wiederaufstieg in die A- Liga nur über die Laufelder. Ein Dreikampf bahnt sich indes zwischen Landscheid, Neuerburg und Lüxem II um den Relegationsplatz an, während mindestens sechs Teams unmittelbar in den Existenzkampf verwickelt sind. Die Staffel II der Moselliga scheint auf den ersten Blick schwächer als ihr Pendant, doch sechs, vielleicht auch sieben Mannschaften zeigen das spielerische Element bei ihren Auftritten.