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Jetzt geht's um Olympia!

Jetzt geht's um Olympia!

Jost Schömann-Finck aus Zeltingen-Rachtig hat die Tür zu den Olympischen Spielen aufgestoßen. Sein Bruder Matthias sitzt dagegen nicht im Leichtgewichtsvierer der deutschen Ruderer.

Zeltingen-Rachtig. (teu) Erleichterung im Hause Schömann-Finck: Nach dem Trainingslager des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) im italienischen Sabaudia gehört der 25-jährige Sohn Jost zu der Auswahl, die Mitte Juni in Pozna (Polen) eines der beiden verbleibenden Olympiatickets für die Leichtgewichtsvierer ergattern soll."Ich bin auf der Backbordseite das beste Messboot gefahren", erzählt Jost Schömann-Finck. Ein Vorteil für den Sportler aus Zeltingen-Rachtig: Er saß erst zum zweiten Mal im Messboot. "Ich wusste nicht, wie man schöne Kurven aufs Papier bringt und habe mir deshalb auch keine Gedanken darüber gemacht", sagt Schömann-Finck. Nicht nur physisch, auch technisch gehört der Vizeweltmeister (im nicht olympischen Leichtgewichtsachter) zur Spitze.Trotzdem betont Schömann-Finck, dass er nur "vorerst" im Olympiaboot sitzt: "Der Vierer muss sich einfahren und auf den ersten Regatten beweisen. Unter Umständen wird noch einmal umbesetzt." Nicht dabei ist sein älterer Bruder Matthias. Der 28-Jährige war nicht mehr mit ins entscheidende Trainingslager gefahren, nachdem ihm der zuständige Bundestrainer Uwe Bender wenig Hoffnung auf einen Platz auf der Steuerbordseite machte. Nach einem weiteren Trainingslager muss der Olympiavierer zwischen dem 10. und 12. April seine Feuertaufe bestehen. Bei einem der beiden Rennen im italienischen Piedeluco werden Jost Schömann-Finck und Bastian Seibt (Hamburg) zusammen mit den Brüdern Jochen und Martin Kühner (Saarbrücken), beim anderen mit Jörn Steinfurth (Mainz) und Felix Otto (Düsseldorf) rudern. In Pozna eines der beiden Peking-Tickets zu ergattern werde schwer. Leichter wäre es gewesen, bereits bei der WM 2007 alles klar zu machen.