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JUDO : Wittlicher "tanzen" den Sambo

Daniel Bayer (links) und Nicole Fischer (rechts) bewundern den Griff, mit dem Wladimir Schwarz seinen Landsmann Aityn Kempirbayev in Schach hält.Foto: Klaus Schmitz
Daniel Bayer (links) und Nicole Fischer (rechts) bewundern den Griff, mit dem Wladimir Schwarz seinen Landsmann Aityn Kempirbayev in Schach hält.Foto: Klaus Schmitz
WITTLICH-WENGEROHR. Gleich dreimal standen Wettkämpfer des Polizei-SV Wengerohr bei den Deutschen Judo-Meisterschaften ganz oben auf dem Siegertreppchen. Von unserem Mitarbeiter <br>KLAUS SCHMITZ

Für Daniel Bayer, Aityn Kempirbayev und Wladimir Schwarz hatte sich der "Ausflug" nach Bayern gelohnt: Sie kamen als Titelträger von den deutschen Judo-Meisterschaften im "Sambo" in Bad Kissingen zurück. Nicole Fischer, im Finale knapp unterlegen, wurde Vizemeisterin.Franz Bayer, Abteilungsleiter der Judokas im Polizei-Sportverein, erläutert, was hinter Sambo steckt: "Mit unseren neuen Mitbürgern aus der ehemaligen Sowjetunion kam auch Sambo zu uns. Waffenlose Selbstverteidigung heißt die wörtliche Übersetzung für die russischen Worte Samosaschtschita Bes Orushia."Techniken des Ringersports

Die Sportart hat ihren Ursprung in dem fernöstlichen Jiu Jiutsu. Den Griffen und Hebeln der asiatischen Kampfkünste zur Selbstverteidigung wurden in der Sowjetunion die Techniken des Ringersports hinzugefügt. "Techniken wurden gesucht, die einfach zu erlernen waren und schnell zum Erfolg führten", so Bayer. In den vergangenen Jahrzehnten wurde Sambo neben Freistilringen und dem griechisch-römischen Stil, dem klassischen Ringen, als dritte Ringsportart anerkannt."Sambo fördert die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung, stärkt das Bewusstsein und fördert die Integration", weist Wladimir Schwarz auf die Vorteile der Sportart hin. Der 34-Jährige ist seit über zehn Jahren in Deutschland und hat sich in seinem ehemaligen Heimatland als Judoka einen Namen gemacht. Er war Mitglied der Jugend-Nationalmannschaft. Heute steht er für den Zweitbundesligisten Rot-Weiß Koblenz regelmäßig auf der Matte. Er hat jetzt für den PSV bei dem im letzten Jahr in Deutschland neu gegründeten Sambo-Verband die Übungsleiterlizenz abgelegt. Sein Freund Aityn Kempirbayev kam fünf Jahre später nach Deutschland. Zuletzt war er für sein Heimatland Kasachstan Junioren-Weltmeister im Sambo.Der PSV will aufgrund der Erfolge in den Sambo-Sport einsteigen und mit Wladimir und Aityn einen Kurs anbieten. "Neben Kindern und Jugendlichen ab acht Jahren lohnt sich auch für Erwachsene das Einsteigen. Sambo fördert die Gesundheit und bietet einen guten Ausgleich zum Alltag", wirbt Franz Bayer für das neue PSV-Angebot.Infos und Anmeldung: PSV Wengerohr, Telefon 06571/260500, E-Mail psv.wengerohr@t-online.de