KEGELN: Neuer Anlauf nach Nackenschlag

KEGELN: Neuer Anlauf nach Nackenschlag

MORBACH. (ks) Wie geht es beim KSV Haardtkopf Morbach nach dem verpassten Aufstieg der ersten Mannschaft in die zweite Bundesliga weiter? Die Stimmung schwankt zwischen Hoffnung und Angst.

Der verpasste Aufstieg der ersten Morbacher Kegelmannschaft in die zweite Liga schmerzt doppelt. Dadurch kann die zweite Mannschaft als Oberliga-Meister ihren Platz in der Rheinland-Pfalz-Liga nicht einnehmen, da die Regularien des Verbands dort keine zwei Teams eines Vereins akzeptieren. Zwei Nackenschläge, die die Verantwortlichen der Morbacher sportlich sehen. Bernd Geiter, seit 1971 Vereinsvorsitzender: "33 Jahre Kegel-Tradition, die neue Acht-Bahnen-Anlage in der Baldenau-Halle und rund 200 Mitglieder aus der gesamten Hunsrück/Mosel-Region haben den Verein gefestigt." Sportwart Alois Klein stößt ins gleiche Horn: "Es geht weiter wie immer." Und doch hadert er ein wenig mit dem "Kegelgott, der uns diesmal überhaupt nicht hold war". Mit Friedhelm Stumm und Günter Thörnich hatten zwei Spieler in der Play-Off-Runde verletzungsbedingt gefehlt. Vor allem beim Nachrechnen kommt Klein ins Schwitzen: "Fünf Holz haben uns zum Aufstieg gefehlt. Am meisten bin ich traurig wegen des verpassten Aufstiegs unserer zweiten Mannschaft." Aber er ist optimistisch: "Wir werden gemeinsam ab Herbst einen neuen Anlauf unternehmen." Berthold Hüls, Mannschaftsführer der zweiten Mannschaft, sieht die Situation der beiden Spitzenteams der Haardtköpfe differenzierter. "Wenn die Erste es nicht schafft, auf Dauer in der zweiten Liga mitzuspielen, dann entsteht dahinter ein Leistungsstau. Noch schaffen wir es in dem Vertrauen auf den Aufstieg im nächsten Jahr, dass alle bei den Haardtköpfen bei der Stange bleiben. Aber wie lange noch? Die Gefahr wird größer, dass Einzelne von uns den weiteren Weg nach Idar-Oberstein, Gilzem oder Münstermaifeld auf sich nehmen, um dort höherklassig kegeln zu können." Auch der hohe Altersdurchschnitt macht ihm Sorgen. "Man muss den jungen Wilden, Moritz Valentin oder Marco Thees, die Möglichkeit geben, ihre Nase in den harten Wettkampfwind zu halten, um dazu zu lernen." Er hofft auf die interne Vereinsmeisterschaft, bei der die Plätze für die Mannschaften der Saison 2005/2006 vergeben werden.