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KOLUMNE: Nerven liegen blank

KOLUMNE: Nerven liegen blank

Nach dem Abschluss der Streitigkeiten vor den diversen Spruchkammern bestand die Hoffnung, dass ab sofort das runde Leder im Mittelpunkt des Interesses stehen würde. Doch weit gefehlt. Wenige Spiele vor Ende der Saison liegen bei Vereinen und den Spielern die Nerven blank, was sich durch einen Spielabbruch in Piesport sowie durch viele rote Karten in Veldenz und gelb-rote Karten bei der Spielvereinigung Bernkastel-Kues und der Reserve des SV Wittlich dokumentieren lässt.

Bei der Neuansetzung des Spiels zwischen dem SV Veldenz und der Reserve der SG Traben-Trarbach/Kautenbach musste Schiedsrichterin Nicole Justen vom SV Blankenrath drei rote Karten und eine gelb-rote Karte zeigen: einmal rot und gelb-rot für den SV Veldenz und zwei rote Karten für die Reserve der SG Traben-Trarbach/K, alle wegen wiederholten Foulspiels. Wegen der gravierenden Vorkommnisse nach dem Spiel fertigte Nicole Justen noch einen zweiseitigen Sonderbericht an die Kreisspruchkammer Mosel an, die nun die weiteren Entscheidungen wegen Sperren, fehlender Platzaufsicht und fehlenden Ordnern von seiten des SV Veldenz entscheiden muss. Diese Ereignisse wurden getoppt vom Spielabbruch im Spitzenspiel der Kreisliga C III zwischen dem SV Niederemmel III und dem Tabellenführer FC Gielert, wo Schiedsrichter Schell vom FC Burgen das Spiel beim Stand von 1:0 für den SV Niederemmel abbrach - in der 89. Minute. Laut Recherche des TV bei beiden betroffenen Vereinen hatte sich folgendes ereignet: Der Betreuer des SV Niederemmel, Gerhard Becker, saß am Spielfeldrand auf einer Bank, als der Ball ins Aus rollte. Gerd Prystav vom FC Gielert wollte sich den Ball so schnell wie möglich zum Einwurf holen. Hierbei kam es aber zum Zusammenstoß der beiden Personen, wobei Gerhard Becker nach hinten stürzte und mit dem Rücken auf einen Sprudelkasten fiel und sich dabei, wie später im Krankenhaus Wittlich bestätigt, einen Rippenbruch zuzog. Schiedsrichter Schell zeigte nach Protesten von Spielern und Zuschauern des SV Niederemmel dem Spieler Gerd Prystav die rote Karte, wobei es dann zwischen den Mannschaften und Zuschauern beider Vereine zur Rudelbildung kam, und Schiedsrichter Schell die Übersicht verlor. Der FC Gielert legte am nächsten Tag bei der Kreisspruchkammer Mosel Protest ein, die sich nun in der nächsten Verhandlung damit befassen muss. S Die Kolumne "Nachspiel" beleuchtet mit einem Augenzwinkern das Geschehen in den Kreisligen.