KOLUMNE: Unerklärlicher Trainerrücktritt

Aus heiterem Himmel traf den Verwaltungsrat des A-Ligisten SV Wittlich und seinen Vorsitzenden Konrad Klar die Kündigung von Trainer Franko Zwang - per E-Mail, einen Tag nach der bitteren 0:3-Niederlage im Spitzenspiel beim Top-Favoriten SV Hetzerath.

In einem Gespräch mit dem TV brachte der Verwaltungsratsvorsitzende Konrad Klar sein Unverständnis darüber zum Ausdruck, auch wegen der von Franko Zwang in seinem Kündigungsschreiben angeführten Gründe. Zwang begründete seine sofortige Kündigung damit, dass er seit mehr als einem Jahr kein entscheidendes Spiel gewonnen hat und deshalb jetzt die Konsequenzen ziehen müsste. Damit wollte er einem Nachfolger die Chance geben, die letzten 20 Prozent aus der Mannschaft herauszuholen, die er nicht mehr herauskitzeln konnte. Franko Zwang saß bereits im Pokalfiasko nicht mehr auf der Bank und fehlte daher auch beim 5:0-Kantersieg des SV Wittlich am vergangenen Spieltag gegen die Reserve der SG Laufeld. In seinem Büro erläuterte Konrad Klar das weitere Vorgehen des Verwaltungsrats, wobei deutlich wurde, dass er den Schock der Kündigung noch nicht verdaut hatte. Beim höchsten Sieg des SV Wittlich seit zwei Jahren betreute Klar die Mannschaft selbst, was aber "kein Dauerzustand werden soll".Konrad Klar bedauert diese Entwicklung sehr, da Zwang auf dem besten Wege war, die Elf des SV Wittlich wieder auf die Erfolgsspur zurückzuführen - mit jungen Talenten aus der eigenen A-Jugend und der Umgebung. Auch im Umfeld war Franko Zwang sehr engagiert. Zwang selbst führte in einem Telefongespräch mit dem TV aus, "dass Details mit Konrad Klar zu besprechen seien". Mit Trainer Udo Grünhäuser vom C-Ligisten SV Wintrich warf bereits ein weiterer Trainer das Handtuch, da bereits nach fünf Spielen das Saisonziel nicht mehr zu realisieren war.

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