KOLUMNE: Wechselfristen sorgen für Ärger

KOLUMNE: Wechselfristen sorgen für Ärger

Der SV Niederemmel ist zurzeit alles andere als gut zu sprechen auf den Fußballverband Rheinland. Der Grund: die mehr als umstrittenen Wechselfristen für Schiedsrichter, die jeweils nur vom 1. bis 31. Januar den Verein wechseln können.

Der SV Niederemmel ist einer der wenigen Vereine, der seit Jahren drei Seniorenmannschaften unterhält, eine in der Kreisliga A und je eine in der Kreisliga C I und C III. Auch das vom Verband geforderte Schiedsrichtersoll von zwei aktiven Schiedsrichtern war in den vergangenen Jahren immer mehr als erfüllt, so dass der SV Niederemmel sogar Vereinen helfen konnte, die dieses Soll nicht erfüllt hatten. So wurde Peter Bombarding an die DJK Horath ausgeliehen und Michael Basten an den SV Klausen. Der Bann des Verbands brach dann aber in der Saison 2005/2006 über den SV Niederemmel herein, als der Jungschiedsrichter und aktive Spieler Andreas Becker wegen einiger roter Karten als Spieler von der Kreisspruchkammer Mosel im Januar 2006 als Schiedsrichter gestrichen wurde. Der zweite Schiedsrichter des TuS Kröv, Manfred Diedrich, wurde am 27. März 65 Jahre alt und wird somit ab der Saison 2006/2007 nicht mehr als Schiedsrichter für den SV Niederemmel gezählt. Und das, obwohl er wegen seiner guten Kondition nach wie vor Spiele leitet. Der Vorsitzende des SV Niederemmel, Andreas Zahara, ist "darüber sehr verärgert, da wir für die Saison 2005/2006 300 Euro Strafe zahlen mussten und für die Saison 2006/2007 sogar 600 Euro, weil wir laut Verband keine aktiven Schiedsrichter mehr haben". Da es dem SV Niederemmel trotz aller Bemühungen nicht gelang, einen oder zwei Schiedsrichteranwärter zu melden, ist es nun aber gelungen, zwei Schiedsrichter zu gewinnen. Die könne aber erst am 1. Januar 2007 zum SV Niederemmel wechseln und zählen erst ab dem 1. Juli 2007 zur Erfüllung des Schiedsrichtersolls.