KOLUMNE: Wie Phönix aus der Asche

Wie Phönix aus der Asche stieg die vor der Winterpause bereits als Absteiger feststehende SG Altrich/Wengerohr in der Kreisliga B II Mosel während der Winterpause auf und schockte nach der Spielpause die gesamte Staffel mit drei Siegen in Folge: gegen die SG Landscheid, die SG Sehlem und zuletzt mit dem klaren 4:1-Sieg beim mitgefährdeten FC Kinderbeuern.

Als die überalterte Elf von Trainer-Urgestein Stefan Gansen vor der Winterpause magere acht Punkte auf dem Konto hatte, bewahrten die beiden Vorstände des SV Altrich und des VfB Wengerohr, Werner Kappes und Dirk Jakobs, einen kühlen Kopf und feuerten nicht - wie bei anderen Vereinen - den Trainer, sondern entwickelten zusammen mit Stefan Gansen ein neues Konzept. In diesem Konzept setzt die SG auf die Nachwuchstalente aus der A-Jugend, die Trainer Stefan Gansen seit Jahren in Doppelfunktion mit der ersten Mannschaft trainiert und zu tollen Erfolgen führte. Mit Trainersohn Sebastian Gansen, Marcel Beier, Sebastian Weinand, Christian Valerius und Moritz Blümke gehören bereits fünf 18-Jährige mit Seniorenerklärung zum engeren Kader der ersten Mannschaft. Mit Daniel Schmid, Michael Roden, Ralf Lehnen und Tobias Poss sind weitere Spieler zwischen 20 und 25 Jahren wieder in den Kader zurückgekehrt und haben für neue Motivation im Umfeld der SG Altrich/Wengerohr gesorgt. Als Glücksgriff erwies sich auch die Verpflichtung des Torwarts Sascha Löscher, der in Trier studiert. Der bisherige Torwart Jens Hahn wurde von Stefan Gansen zum Feldspieler umgeschult. Um die jungen Wilden zu führen, stehen mit den beiden Mitdreißigern Rainer "Bischof" Goschka und Jörg "Fuller" Vollmer sowie Michael Faber drei Routiniers zur Verfügung. Im Aufstiegs-Fall könnte die SG Altrich/Wengerohr mit den vielen Nachwuchstalenten unter ganz anderen Voraussetzungen in die Saison 2007/2008 starten.