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KREISLIGA B II: Die "Großen" und dann lange nichts

KREISLIGA B II: Die "Großen" und dann lange nichts

KINDERBEUERN. Im mittlerweile vierten Jahr ist Volker Scherrer Spielertrainer des FC Kinderbeuern. Der TV befragte Scherrer zu den Chancen seiner Mannschaft im Aufstiegskampf und allen anderen Entscheidungen in der Kreisliga B II.

Herr Scherrer, seit mehreren Jahren klopfen Sie mit dem FC Kinderbeuern ans Tor zur Kreisliga A. Wird in diesem Jahr der große Wurf gelingen?Scherrer: Ich hoffe es. Wir stehen zwar derzeit an der Spitze, aber die ersten vier Teams der Tabelle sind in etwa gleich stark und haben allesamt noch die Chance auf die Meisterschaft. Landscheid als Zweiter hat zudem auch noch ein Nachholspiel in der Hinterhand, mit dem es zu und aufschließen könnte. Der SV Zeltingen und die SpVgg Minderlittgen warten natürlich auf Ausrutscher der ersten beiden. Es wird auf alle Fälle spannend, zumal alle auch noch gegeneinander spielen müssen. Ist es für Ihre Mannschaft eine schwere Bürde, auf Rang eins zu überwintern?Scherrer: Wir werden natürlich von Beginn an die Gejagten sein. Doch dies ist für uns nur eine zusätzlich Motivation, wir wollen das ausnutzen. Was spricht im Kampf um die Meisterschaft für den FC Kinderbeuern, und was sind die Stärken der Konkurrenten?Scherrer: Wir sind, denke ich, die kampfstärkste Mannschaft der Anwärter. So machen wir die spielerischen Defizite, die wir gegenüber einigen anderen Teams haben, wett. Diese Mentalität steckt beim FCK schon immer so lange ich hier bin, im Kopf. Zudem sind wir ein eingeschworener Haufen, in der Mannschaft stimmt es derzeit einfach. Das könnte letztendlich den Ausschlag für uns geben. Ich hoffe nur, wir leisten uns keine unnötigen Punktverluste wie bei der Niederlage gegen die SG Lieser in der Hinrunde. Wir tun uns traditionell gegen die starken Teams leichter. Es liegt uns nicht so sehr, selbst das Spiel machen zu müssen. Haben Sie schon zu Saisonbeginn von der Meisterschaft geredet?Scherrer: Wir wussten, dass ein Platz unter den ersten Vier absolut realistisch ist und auch, dass wir das Zeug dazu haben, ganz nach oben zu kommen. Nun wollen wir, so lange es möglich ist, oben bleiben. Auch wenn der Aufstieg kein Muss ist. Ich freue mich aber schon auf das letzte Saisonspiel, das wird das Heimspiel gegen Landscheid sein. Vielleicht können wir ja dann die Rückkehr in die A-Liga perfekt machen. Ganz oben die "Großen Vier", danach klafft aber schon ein großes Loch. Wie schätzen Sie den Rest der Liga ein?Scherrer: Die Liga ist derzeit eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Die Top-Mannschaft könnten wohl auch eine Klasse weiter oben bestehen, danach gibt es jedoch ein großes Leistungsgefälle. Das liegt auch daran, dass es hier im Spielkreis keine D-Ligen mehr gibt und die Kreisliga B die zweittiefste Liga ist. Die Ausgeglichenheit innerhalb der Liga fehlt leider. Welche Teams müssen wohl den Gang in die unterste Kreisliga antreten?Scherrer: Neben der SG Lösnich, die schon jetzt abgeschlagen ist und Auflösungserscheinungen zeigt, ist noch alles offen. Ich fürchte jedoch, dass es in diesem Jahr für Türk Gücü Wittlich schwer werden könnte. Die Mannschaft ist oftmals einfach zu verspielt. Von welchen Teams hätten Sie in dieser Saison mehr erwartet?Scherrer: Dass die SG Lösnich kaum eine Chance hat, war schon vor der Saison zu erwarten. Die SG Lieser hat, denke ich, mehr Potenzial, als Tabellenplatz elf aussagt. Gerade wir haben das zu spüren bekommen. Eine unserer zwei Niederlagen gab es gegen die SGL. Wo steht Ihrer Meinung nach die Kreisliga B II im Vergleich zur Staffel B I? Scherrer: Ich schätze unsere Staffel etwas stärker ein. Das sieht man an den Aufsteigern, die in die Kreisliga A kommen und sich in den vergangenen Jahren dort etablieren konnten. Die SG Lüxem oder die SG Niederkail kamen beispielsweise aus unseren Reihen. Die Aufsteiger aus der anderen Staffel haben es oftmals schwerer, die Klasse zu halten. Auch die Teams, die aus den C-Ligen aufsteigen, haben es bei uns traditionell etwas schwerer, die Klasse zu halten. d Mit Volker Scherrer sprach TV-Mitbarbeiter Matthias Bayer.