KREISLIGA B II: Niederemmeler Nobodys narren die halbe Liga

KREISLIGA B II: Niederemmeler Nobodys narren die halbe Liga

NIEDEREMMEL/PIESPORT. (L.S.) Er sollte nach dem A-Liga-Abstieg im vorigen Jahr die sportliche Talfahrt stoppen. Karl-Heinz Reisdorf ist der Trainer des sofortigen Wiederaufsteigers SV Niederemmel. Mit sechs Punkten Vorsprung sicherten sich die Moselaner die vorzeitige B-Liga-Meisterschaft.

Die Mission Wiederaufstieg ist erfüllt, doch der Erfolgstrainer des SV Niederemmel, Karl-Heinz Reisdorf, wird zur kommenden Saison nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehen. Reisdorfs Gesundheitszustand erfüllt nicht mehr die Voraussetzungen, um schmerzfrei einen künftigen A-Ligisten weiterzubringen. "Ich musste vor der Mannschaft mit Tränen in den Augen meinen Abschied erklären", erklärt der ehemalige Salmrohrer Zweitliga-Stürmer seine Emotionen. Dabei hat Reisdorf enorm viel geleistet. Mit neuen Trainingsmethodiken hat er der Mannschaft sein Fußballverständnis vermittelt. "Das Team hat schnell gelernt und das neue System verinnerlicht", sagt der scheidende Coach, der in vielen Gesprächen eine positive Einstellung vermittelte und mit den richtigen Worten auch den Letzten erreichte. Fast die gesamte Saison über waren die Niederemmeler Spitzenreiter, drohten aber zwischenzeitlich durch die beiden Niederlagen in Bettenfeld und Landscheid vom Thron zu kippen. Doch mit einer beispiellosen Disziplin und der richtigen Einstellung kam der SVN zurück. In den letzten fünf Partien stand hinten sogar die Null. Vorentscheidend war der 1:0-Auswärtssieg in Traben-Trarbach. Reisdorf betont in diesem Zusammenhang, dass "das Mannschaftskollektiv den Erfolg brachte, nicht der Einzelne. Mit unserem 4-3-3-System waren wir der Konkurrenz voraus". Die Zukunft hat die ein gerade einmal 21,4 Jahre Durchschnittsalter aufweisende Truppe noch vor sich. Derzeit ist der Vorstand auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Kalla Reisdorf, der eine große Lücke hinterlassen wird. Doch ganz zurückziehen wird sich der Aufstiegs-Coach nicht: "Wenn mein Rat gebraucht wird, stehe ich meinem Nachfolger immer gerne zur Verfügung." Die fußballverrückte Gemeinde, die mit zahlreichen Fans auch auswärts präsent ist, ist derzeit bemüht, einen neuen Kunstrasenplatz sein Eigen zu nennen, doch zweimal wurde dies bereits abgelehnt. Da wohl alle Spieler bleiben, plant der Vorstand wohl keine großen Neuzugänge. Mit 62 Punkten und 81:27 Toren besitzen die Moselaner den besten Sturm und die viertbeste Defensive, Christian Köhnen sicherte sich mit 23 Treffern die Torjägerkrone.