KREISLIGA B MOSEL/HOCHWALD : Euphorie gegen "Unabsteigbare"

LAUFELD. Nach dem 3:2-Auswärtserfolg bei der SG Dhrontal/Haag hat sich die SG Laufeld II wieder etwas mehr Luft im Abstiegskampf verschafft. Doch nun geht es gegen Reil, das den Laufeldern zuletzt zehnmal "eingeschenkt" hatte.

Natürlich spukt bei dem einen oder anderen Spieler der Reserve-Elf der SG Laufeld das Gespenst der hohen Niederlagen in der Vorsaison noch im Kopf herum. Denn mit zehn Gegentoren gegen die SG Reil vermasselten sich die Eifeler selbst eine bessere Abschlussplatzierung. Doch nach dem Überraschungscoup in Weiperath will die Elf die Euphorie mitnehmen und den Angstgegner in die Schranken weisen. Trainer Rainer Schwind zieht momentan eine eher nüchterne Bilanz: "Zehn Punkte aus den ersten acht Spielen sind zu wenig. Wir hatten personelle Probleme und agierten zudem zuweilen ohne Leidenschaft und den nötigen Biss." Das soll sich jetzt ändern. Denn bei einem weiteren Sieg könnte sich die "Zweite" auf Platz vier oder fünf katapultieren. Schwind kann bis auf den verletzten Mike Konrad (Muskelfaserriss) aus dem Vollen schöpfen und besitzt mit den Neuzugängen Lukas Reffke und Björn Zender drahtige und dynamische Leute. Michael Jany ist Libero, soll über Neu-Kapitän Daniel Bauer die Abwehr zusammenhalten. Der zum Rheinlandligakader gehörende Volker Weiler wird im Mittelfeld Regie führen, und vorn hat die SG mit Christian Simonis einen neuen Goalgetter. Thomas Hein dagegen ist studienbedingt nach Köln abgewandert. Wer noch aus der Meeth-Elf zur Zweiten stößt, muss das Abschlusstraining am Freitag ergeben. "Jeder, der am Sonntag aufläuft, geht mit vollem Einsatz ins Spiel", verspricht Schwind, der im dritten Jahr Spielertrainer ist. Der gebürtige Trierer begann mit sechs Jahren beim SV Wittlich mit dem Fußball. Als B-Jugendlicher wurde er dort Rheinland-Meister. Mit der A-Jugend des SVW reichte es immerhin zum Vize-Rheinlandmeister. In seinen vier Seniorenjahren stieg er mit der Bezirksliga-Elf der "Säubrenner" in die Landesliga auf. Vor zwölf Jahren kam der Vollblutfußballer nach Laufeld, damals in die A-Liga. Nach der Station Landesliga gelang den Laufeldern mit Rainer Schwind sogar der Aufstieg in die Verbandsliga. "Ich versuche die Mannschaft mit klaren Worten zu erreichen und im Training alles zu fordern", ist die Philosophie des 34-Jährigen. Beim Gegner aus Reil ist die Lage derzeit prekär. Schlappe acht Punkte bedeuten den vorletzten Tabellenplatz. Dennoch betont Trainer Andreas Bauer, dass "alles noch eng zusammen ist und wir eigentlich besser sind, als es der Tabellenplatz ausweist. Machen wir endlich auch die Tore, dann ist mir nicht bange, wieder in einstellige Regionen zu kommen". Das derzeitige Hauptmanko ist die katastrophale Chancenverwertung. Meistens waren die Moselaner ihren Gegnern sogar überlegen, spielten offensiv nach vorne und hatten immer ihre Gelegenheiten. "Doch wenn Stefan Stölben und Alex Schuch ewig nicht treffen, dann ist das ärgerlich." Stölben ist am Sonntag noch verletzt. Wer an der Seite von Schuch stürmen wird, lässt Bauer noch offen und macht das von der Spielweise abhängig. Fragezeichen stehen auch hinter dem Einsatz der Manndecker Martin Stölben und Tino Schmidt. Die SG Reil ist in der A-Liga faktisch ein Urgestein, seit der Saison 1991/92 durchweg dabei. So wollen die "Unabsteigbaren", die in der letzten Saison mit Rang sechs positiv auf sich aufmerksam machten, mit Kampf und Einsatz drei Zähler entführen, "sonst wird es eng für uns. Ich baue mir dabei selbst großen Druck auf, um die Mannschaft dahin zu bringen, wo sie hingehört", erklärt der Übungsleiter.

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