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LEICHTATHLETIK: Comeback im Asse-Lauf

LEICHTATHLETIK: Comeback im Asse-Lauf

TRIER. (teu) Jost und Matthias Schömann-Finck sind als Ruderer erfolgreich, beim Trierer Bit-Silvesterlauf bewiesen der Weltcup-Teilnehmer und der WM-Dritte aus Zeltingen-Rachtig auch Laufausdauer.

Am letzten Tag des Jahres nach Trier zu fahren, um sich den Bit-Silvesterlauf anzugucken, ist laut Matthias Schömann-Finck Familientradition. "Die Stimmung ist einfach geil", sagt der 26-Jährige. Selber mitgelaufen ist der ehemalige Jugend-DM-Teilnehmer der Leichtathletik, der 2003 und 2004 bei der Ruder-WM im deutschen Doppelvierer Bronze holte, aber seit fast zehn Jahren nicht mehr. "Ich habe mich 2000 am rechten Knie verletzt und laufe erst wieder seit Beginn meines Aufbaustudiums in Dresden im Herbst", sagt Schömann-Finck. Trotzdem meldete er sich für den Bit-Lauf der Asse. "Am Dienstag vor dem Rennen habe ich noch mal Testläufe gemacht, um das Tempogefühl zu bekommen, und dann hatte ich die Hosen richtig voll", sagt der Politikwissenschaftler. Immerhin traf er beim Trierer Bit-Silvesterlauf auf alte Bekannte: Mit den besten Deutschen über acht Kilometer, Marc Kowalinski und Lars Haferkamp, rannte Matthias Schömann-Finck als Jugendlicher, bevor er die Laufschuhe gegen das Mountainbike und später gegen Skulls tauschte. "Ich war ganz schön aufgeregt, hatte aber das Vertrauen, dass ich, was die reinen Leistungsdaten angeht, den Top-Läufern sicher nicht unterlegen bin", berichtet er. Von den aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich stammenden Läufern belegte Matthias Schömann-Finck hinter dem Wittlicher Marc Pschebizin (33. in 26:30) und den Wintrichern Ulrich Kilburg (40. in 26:45) und Timo Holstein (49. in 27:47) als Viertbester in 28:18 Minuten den 55. Platz im Bit-Lauf der Asse. Besser als auf dem Ruder-Ergometer zu trainieren, sei die Teilnahme am Bit-Silvesterlauf allemal gewesen, sagt auch Matthias Schömann-Fincks drei Jahre jüngerer Bruder Jost, der im ASICS-Volkslauf der Männer über acht Kilometer in 31:50 Minuten 58. wurde. "Jeder wurde angefeuert, so dass es einem kalt den Rücken runterlief. Es war schön, vor so vielen Menschen an den Start zu gehen. Ich denke, dass wir am 31. Dezember 2006 wieder dabei sind", sagte der Weltcup-Teilnehmer aus Zeltingen-Rachtig. Wie der ältere Bruder steuert der 23-Jährige vor der erneuten Silvesterlauf-Teilnahme in seiner Spezialdisziplin die Ruder-WM an.