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Mit Hanni Holzwurm unterwegs

Mit Hanni Holzwurm unterwegs

MORBACH-WEIPERATH. Ein Museum zum Anfassen nicht nur für Kinder ist das Weiperather Holzmuseum. Im Oktober 2006 feierte es seinen sechsten Geburtstag. Es verzeichnet jährlich 5000 Besucher. Ein für die kleine Einrichtung stolzes Ergebnis, das auch dem Engagement von 100 ehrenamtlichen Helfern zuzuschreiben ist, meint der Museums-Leiter Michael Pinter.

Früher war der Chef des Hunsrücker Holzmuseums, Michael Pinter, Leiter der Grundschule Morbach-Gutenthal. Vielleicht liegt es daran, dass das Holzmuseum viel für die Bedürfnisse von Kindern tut. Schon im Eingangsbereich öffnet sich ein Spielzimmer mit Holzspielzeug aller Art: Bauklötze, Holzpuzzles, das klassische Schaukelpferd, ein Holzlabyrinth und eine Kugelbahn. "Hier spielen nicht nur die Kinder gerne", hat Pinter beobachtet, "auch Erwachsene finden das gleichermaßen schön." Kindgerecht ist auch die pädagogische Leitfigur im Museum. Der grünrote Holzwurm Hanni markiert all die Stationen im Museum, die besonders für Kinder geeignet sind. Es darf fast alles angefasst und ausprobiert, Holz mit allen Sinnen "be-griffen" werden. Es gibt eine Museums-Rallye, für deren Teilnahme ein kleines Erinnerungsgeschenk winkt. Für des Lesens und Schreibens mächtige Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren sei das Museum ideal, meint Pinter. Außerdem werden nach Absprache Kindergeburtstage und Ferienaktionen angeboten. Beginn und Ende des Ausstellungsbesuchs erfolgen mit dem Durchschreiten einer 137 Jahre alten, geteilten Fichte. Die Baumart, erst vor 150 Jahren von preußischen Förstern im Hunsrück heimisch gemacht, stieß anfangs bei der Bevölkerung auf Skepsis, gewann dann aber als Rohstofflieferant für Waldbesitzer, Bevölkerung und Holzindustrie große Bedeutung - um jetzt wiederum als Fichten-Monokultur abgelehnt zu werden. "Wir bieten Einblick in die Holzbe- und verarbeitung und die Nutzung des Waldes im Wandel der Zeit, um gleichzeitig ein besseres Verständnis für die Gegenwart zu zeigen", erläutert Pinter. Ideale Ergänzung zur Forstindustrie

Der Standort des Museums sei eine ideale Ergänzung für die Forst- und Holzbetriebe im Hunsrück. Holzernte, Holztransport und die Säge-Industrie zeigen die Nutzung des Waldes. Genauso wie die Vielzahl von Berufen, die vom Holz lebten: Holzfäller, Schreiner, Besenbinder, Wagner. Ein Besuch im Holzmuseum kann mit dem Einkehren im Museumscafé verbunden werden. Dort gibt es herzhafte Hausmannskost, Kaffee und Kuchen - auch hier taucht Hanni Holzwurm auf Kindertellern auf. Eine Fahrt nach Morbach-Weiperath kann gut mit einem Abstecher zum Erholungswald Morbach-Ortelsbruch mit Freizeitmöglichkeiten verbunden werden. Dort bietet sich eine Wanderung auf einem Holzdamm durch Hochmoore und mit Tafeln an. Eine weitere schöne Rundwanderung gibt es vom nahen Hunolstein entlang der Dhron (mit Abstecher zur Hölzbachklamm) zurück zur Burgruine Hunolstein mit Einkehrmöglichkeit beim Hunolsteiner Hof. Informationen Holzmuseum Weiperath: Telefon 06533/959750; www.morbach.de; www.weiperath.de