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MOTORSPORT: Osterglocken und Ottomotoren

MOTORSPORT: Osterglocken und Ottomotoren

ZERF. Mehr als 100 Teilnehmer aus drei Nationen werden am Ostersamstag zum Auftakt der Rallye-Saison erwartet. Neu bei der vom Motorsportclub (MSC) Zerf ausgerichteten Osterrallye ist in diesem Jahr das Prädikat der Retro-Rallye-Serie.

Wenn die Osterglocken blühen, dröhnen in Zerf traditionell die Ottomotoren. "Quertreiber" aus Frankreich, Luxemburg sowie mehreren deutschen Bundesländern starten in Zerf alljährlich in die neue Saison. Auch 2007 darf sich die Veranstaltung, die über sechs Wertungsprüfungen führt, mit wertvollen Prädikaten schmücken. Dazu gehören in diesem Jahr die ADAC-Rheinland-Pfalz-Rallyemeisterschaft, die saarländische ADAC-Rallyemeisterschaft, der ADAC-Nordrhein-Rallye-Pokalwettbewerb sowie die Bergische Motorsport-Meisterschaft. Erstmals werden in diesem Jahr auch Fahrzeuge des Jahrgangs 1987 am Start sein. Vor allem Freunde des historischen Motorsports werden an den Youngtimern und teilweise noch älteren PS-Boliden ihre Freude haben. Kompakt, kurz, knackig, aber anspruchsvoll: Diese Charakteristik gilt auch für die Auflage 2007 der Zerfer Osterrallye. Neu im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist, dass erstmals nur reine Asphalt-Wertungsprüfungen bestritten werden. Die in den vergangenen Jahren gefahrene Wertungsprüfung in der Gemarkung Oberzerf steht erstmalig seit zehn Jahren nicht mehr auf dem Programm. Mit dabei ist jedoch die den Rallyefreunden bekannte Wertungsprüfung rund um Ollmuth. Auf engen Feldwirtschaftswegen, aber auch auf selektiven Kreisstraßen geht es dort auf fünf Kilometern bergauf und bergab. Für Stimmung bei den Fans ist vor allem an den engen und winkligen Spitzkehren in Obersehr und Ollmuth gesorgt, wo bei jeder Veranstaltung annähernd 2000 Zuschauer gezählt wurden. Neu in diesem Jahr wird eine reine Asphalt-Prüfung im Bereich der Gemarkungen Steinbachweier und Oberemmel sein. Die "Königsprüfung" in Baldringen und Hentern wird als Rundkurs gefahren. Auf zwei Runden, die sehr schnelle Passagen sowie einen Auslauf mit Serpentinen enthalten, dürfte eine Vorentscheidung um den Gesamtsieg und die Klassen-Ergebnisse fallen. Start zur ersten Prüfung ist am Samstag, 7. April, ab 12 Uhr an der Ruwertalhalle. Gegen 18 Uhr wird mit dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge gerechnet. Ab 21.30 Uhr findet in der Ruwertalhalle die große Rallyeparty mit Siegerehrung statt.