Neue Wege gehen

Neue Wege gehen

BITBURG-PRÜM. (red) Die Mutter wird plötzlich krank - der Vater muss arbeiten: Wenn jetzt keine Hilfe von Freunden oder Verwandten kommt, steht eine Familien mit Kindern oft vor einem Berg von Schwierigkeiten.

Was es heißt, wenn eine Mutter aus gesundheitlichen Gründen plötzlich ausfällt und welche Konsequenzen dies für eine Familie mit sich bringen kann und welche Hilfsmöglichkeiten die Familienpflege bietet, darüber haben wir bereits in der Informationsreihe zum Thema Familienpflege berichtet. Unsere Leser haben in den vorangehenden Kapiteln einiges über den Fachdienst Familienpflege erfahren. Trotz seiner großen Bedeutung für Familien in Notsituationen kämpft dieser Bereich dennoch seit Jahren ums Überleben. In Bitburg hat man sich entschlossen neue Wege zu gehen, um den Fachdienst wirtschaftlich abzusichern. Der TV hat schon oft über die prekäre Lage, in der sich dieser Fachdienst befindet berichtet.Bessere Rahmenbedingungen

Trotz der mittlerweile verbesserten Rahmenbedingungen, wie die Erhöhung der Vergütungssätze der Krankenkassen, der Wiederaufnahme der Bistumsmittel und der Umstrukturierung des Mitarbeiterterteams, ist der Fachdienst in seiner wirtschaftlichen Existenz noch immer nicht ausreichend abgesichert. Die Situation im Bereich Familienpflege hat sich im Jahr 2002 zwar verbessert, dennoch blieben mehr als die Hälfte der Familien, die Hilfe benötigten, unversorgt. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass eine plötzliche Erkrankung der Mutter für die Familie nicht zu einer noch größeren Katastrophe werden darf. Es muss auch in Zukunft ein adäquates Hilfsangebot geben. Hierfür setzt sich der Förderkreis Familienpflege ein. Gegründet wurde er aufgrund einer Initiative interessierter Bürger und Mitarbeiter des Caritasverbands für die Region Westeifel. Am 14. September 2002 wurde der Förderkreis im Rahmen des ersten bundesweiten Aktionstags Familienpflege der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter dem Motto "Hand in Hand - wir mit Ihnen Sie mit uns" startete dieser Tag, als gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbands, des Diakonischen Werks und des katholischen Berufsverbands für Familienpflege und Dorfhilfe, zum ersten Mal. Im Zuge der bundesweiten Aktionen wurden mehr 300 000 Unterschriften gesammelt. Sinn und Zweck des Förderkreises ist die ideelle und finanzielle Förderung des Fachdienstes Familienpflege im Caritasverband sowie die Unterstützung von Maßnahmen und geeigneten Aktivitäten auf dem Gebiet der Familienpflege. Um diese Ziele zu erreichen, ist der Förderkreis auf eine möglichst große Zahl von Mitgliedern und Sponsoren angewiesen. Die einzelnen Mitglieder haben die Möglichkeit, aktiv im Arbeitskreis mit zu arbeiten oder einen Beitrag als förderndes Mitglied, durch die Leistung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages (Mindestbeitrag ist zur Zeit 15 Euro) zu leisten. Erreichbar ist der Förderkreis unter Telefon 06562/2071 bei der Caritas-Sozialstation in Speicher. Ansprechpartnerin ist Gabriele Piccolo.

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