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Neues aus Springfield

Neues aus Springfield

Die Simpsons feiern Jubiläum: Seit 20 Jahren flimmert der gelbe Clan über die Bildschirme der Welt. Im Sommer wagen Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie den Sprung auf die Kino-Leinwand.

Trier/Springfield. 319 Folgen in mittlerweile 17 Staffeln: Die 1987 von Matt Groening geschaffene Zeichentrick-Serie "Die Simpsons" gehört zu den erfolgreichsten Serien der Fernsehgeschichte. Grund genug für unser Redaktionsmitglied Christian Brunker, nach dem Grund des Erfolgs zu fragen. Hallo ihr Simpsons, zuerstmal Glückwunsch, seit nunmehr 20 Jahren läuft Eure Serie. Was ist Euer Erfolgsgeheimnis?Homer: Danke. Was unseren Erfolg ausmacht? Schwer zu sagen. Vielleicht, dass wir immer wir selbst geblieben sind. Ich bin zum Beispiel in den 20 Jahren nicht um einen Tag gealtert und muss in jeder Folge mindestens einmal "nein!" sagen.In den 20 Jahren habt Ihr viel erlebt, was ist Euch besonders in Erinnerung geblieben?Bart: Als ich unter dem Pseudonym Woodrow auf die Kontaktanzeige meiner Lehrerin Mrs Krabappel geantwortet habe und sie sich in mich verliebt hat. Sie weiß bis heute nicht, dass ich in Wirklichkeit Woodrow war. Und wie ich mein Idol Krusty den Clown vor dem Gefängnis bewahrt habe, als ihm sein Gehilfe Tingeltangel Bob einen Raubüberfall in die Schuhe schieben wollte. Leider versucht Tingeltangel Bob seither, mich umzubringen…Homer: Hihi, ja, das war lustig damals. Später hat er ja auch mal versucht, meine Schwägerin Selma in die Luft zu sprengen. Leider hat er es nicht geschafft… Apropos umbringen: Ich erinnere mich noch gut daran, als ich einmal den amerikanischen Traum wahr machen durfte: meinen Boss Mr. Burns umbringen. Der war nämlich ein Vampir. Leider war das eine Halloween-Spezialfolge, die sind rein fiktiv.Bart: Oder auch, als ich mit Lisa die Zombis…Lisa: Du meintest doch, sie hätten es lieber, wenn man sie "vermindert Lebende" nennt…Bart: Also gut, als ich jedenfalls damals mit Lisa diese "vermindert Lebenden" aus ihren Gräbern erweckt habe und sie dann auf der Suche nach Gehirnen Springfield heimgesucht haben. Nur Homer haben sie verschmäht…Ich sehe schon, Ihr habt echt einiges erlebt.Marge: Allerdings, in den knapp 400 Folgen ist echt viel passiert. Dass hätte damals, 1987 bei unserem ersten Auftritt in der "Tracey-Ullman-Show" noch niemand gedacht. Und schon gar nicht, dass wir es in unserem Sender Fox bis in die beste Sendezeit schaffen.Es hat ja auch schon einige Gastauftritte in den Simpsons gegeben. Welche sind Euch besonders im Gedächtnis haften geblieben?Lisa: Ich fand toll, dass damals Michael Jackson aufgetreten ist, leider musste er aus rechtlichen Gründen den Künstlernamen John Jay Smith benutzen. Marge: Aber vergiss nicht die vielen anderen, die schon bei uns aufgetreten sind: Stephen Hawkin, Dustin Hoffman, Michael "Magic" Johnson, die Beatles Paul McCartney und Ringo Starr, Aerosmith, Mel Gibson oder auch die Smashing Pumpkins…Homer: Die waren cool, sie waren damals mit mir mit dem Hullaballooza-Festival auf Tour und ich konnte mich endlich dafür bedanken, dass sie mit ihrer depressiven Musik meine Kinder davon abhalten, von einer Zukunft zu träumen, die ich ihnen nicht bieten kann.Was macht Springfield so interessant?Lisa: Nunja, Springfield ist irgendwie wie ganz Amerika, nur ein bisschen kleiner und überschaubarer. Hier wird vieles deutlich, was sonst vielleicht nicht so ins Auge sticht. Es ist ein bisschen so etwas wie ein Mirkokosmos, wo die großen Dinge im Kleinen deutlich werden. Jetzt habt Ihr euren ersten Kinofilm gemacht. Was hat Euch zu diesem Schritt bewogen?Bart: Hauptsächlich das Geld.Lisa: Außerdem wollten wir endlich aus diesem starren 25-Minuten-Korsett ausbrechen und nicht mehr nur die großen Geschichten im Kleinen, sondern auch im Großen erzählen. Maggie, du hast ja heute noch gar nichts gesagt, fällt der jüngsten Simpson-Tochter noch ein gutes Schlusswort ein?Homer: Nein, ihr erstes Wort soll "Daddy" sein.