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Nichts ist unmöglich

Stehen gut da: Michael Mohr (rotes Trikot, hier gegen Badem) und der SV Morbach haben als Aufsteiger in der Rheinlandliga überzeugt. TV-Foto: Archiv/Willi Speicher
Stehen gut da: Michael Mohr (rotes Trikot, hier gegen Badem) und der SV Morbach haben als Aufsteiger in der Rheinlandliga überzeugt. TV-Foto: Archiv/Willi Speicher
Obwohl noch 15 Spiele nach der Winterpause zu absolvieren sind, kann der SV Morbach das erste Saisonziel schon als erfüllt betrachten. Man wollte das Image der Fahrstuhl-Mannschaft los werden und sich in der Liga etablieren. Das ist überzeugend gelungen. Von unserem Mitarbeiter Willi Rausch

Morbach. Trotz des bisher guten Abschneidens ist Morbachs Trainer Arno Michels zwar mit der Punktausbeute insgesamt zufrieden, nicht ganz allerdings mit der Zwischenbilanz unter Berücksichtigung aller Faktoren. Die einfache Erklärung: Gegen die Top-Teams hat der Aufsteiger verloren. "Da hat man gesehen, dass uns noch etwas fehlt", sagt Michels, fügt aber gleich hinzu: "Das sind nur Nuancen." Personalie Stöckel kurz vor der Klärung

Schließlich gibt er zu, sich den Einstieg in die neue Liga etwas schwerer vorgestellt zu haben. Dass sich das intakte Kollektiv als Vorteil erweisen würde, hatte er dagegen erwartet. Schließlich hatte Morbach mit Oleg Tintor und Stefan Fleck nur zwei Neuzugänge zu integrieren. Nach der Winterpause wird wohl noch einer hinzukommen - ein alter Bekannter. "Es sieht so aus, dass Carsten Stöckel die Freigabe von Hermeskeil mit eigenen Mitteln erreicht hat. Ich bin davon überzeugt, er wird uns mit seiner Mentalität und seinem Können weiterbringen." Überrascht hat Michels die insgesamt enttäuschende Vorstellung des FSV Salmrohr. Er sieht sich und seine Elf vielleicht sogar als die Initialzündung für das schwache Abschneiden des Oberliga-Absteigers. "Unser Sieg gegen Salmrohr war sicher der Höhepunkt der ersten Saisonhälfte und hat uns ungeheuren Schub verliehen." So viel, dass zwischenzeitlich sogar von noch mehr als "nur" Platz fünf geträumt werden durfte. Dass mit der Serie der Erfolge auch die Erwartungshaltung im Umfeld stieg, sieht er nicht negativ. "Auch das gehört dazu und auch damit müssen die Jungs lernen, umzugehen." Nach wie vor sieht er noch eine Chance für seine Schützlinge, "auch wenn sie klein sein mag", nach oben zu klettern. "Nach der Winterpause ordnen sich die Dinge oft ganz neu. Es gibt Teams, die gar nicht aus dem Quark kommen, andere starten Serien. Und je mehr es dem Ende zugeht, desto mehr gewinnen auch die Spiele gegen die Kellerkinder an Bedeutung." Deshalb hat Michels die stille Hoffnung, dass der Kampf um die Aufstiegsplätze doch noch einmal spannend wird. Am vorletzten Spieltag ist die SG Bad Breisig in Morbach zu Gast. Damit diese Partie noch von großer Bedeutung sein kann, "müssen wir selbst erst einmal unseren Beitrag leisten und fleißig punkten". Und damit muss der Neuling früher anfangen als der Rest, denn bereits am 20. Februar steht das Nachholspiel gegen den SV Dörbach an. Deshalb sind die Hochwälder auch schon seit zwei Wochen im Training und testen gegen starke Gegner. Den Auftakt machte der 1. FC Saarbrücken, gegen den es trotz des 0:4 eine achtbare Leistung zu sehen gab. Am heutigen Freitag (20 Uhr) gastiert der Rheinlandligist beim Bezirksliga-Spitzenreiter SV Mehring, am 9. Februar (14.30 Uhr) kommt der SC Idar-Oberstein. Den letzten Test absolviert Morbach am 15. Februar (Ort und Uhrzeit noch offen) gegen den SV Hetzerath. Dazu kommen noch die Hallenturniere in der Arena (10. Februar) und in Morbach (17. Februar). "Anfang bis Mitte März" werden der SVM-Vorstand und Michels über die Vertragsverlängerung des Trainers verhandeln. Erste Vorgespräche hat es bereits gegeben, die den Coach aber offensichtlich noch nicht hundertprozentig überzeugt haben: "Ich will noch mehr Verantwortung übernehmen und einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung sehen."