| 21:35 Uhr

Respektable Revanche

Voll eingestiegen: Felix Steiner (Dreis, links) gegen den Marco Dietzen (Klausen). TV-Foto: Hans Krämer
Voll eingestiegen: Felix Steiner (Dreis, links) gegen den Marco Dietzen (Klausen). TV-Foto: Hans Krämer
Mit 5:1 fiel die Revanche für die 0:4-Hinspiel-Niederlage in Klausen überaus deutlich aus: Der SV Dreis ist nicht nur Herbstmeister, sondern mit nunmehr acht Punkten Vorsprung auf Klausen auch designierter Aufsteiger in die A-Liga. Von unserem Mitarbeiter Lutz Schinköth

Dreis. Am Ende gab es ausschließlich auf Dreiser Seite glückliche und zufriedene Gesichter: Der eindrucksvolle 5:1- Kantersieg gegen nur eine Halbzeit mithaltende Klausener bescherte am 1. Advent den komfortablen Ausbau der Tabellenführung auf acht Punkte vor dem verletzungstechnisch gebeutelten Gegner. "Den Ausfall von Jürgen Thul und An dreas Klar haben wir heute nicht kompensiert", analysierte ein enttäuschter Trainer Rainer Thul nach dem Abpfiff.

Die Gäste gingen gar nach einem Abstimmungsfehler in der Dreiser Hintermannschaft in Front: Torjäger Andreas Steffen roch das Tor förmlich und staubte ab (10.). Die eigene Führung spielte den Gästen sogar in die Karten, besaßen sie nach dominanten Angriffszügen der Dreiser genügend Platz zum Kontern.

Das Derby besaß Rasse, doch auf Grund des tiefen Geläufs wenig Klasse, lebte hauptsächlich von messerscharfen Zweikämpfen im Mittelfeld.

Da Klausen den Nadelstich nicht setzte, kam die Koch-Elf zum Ausgleich: Rainer Bastian setzte einen Kopfball-Aufsetzer in die Maschen - 1:1 (32.). Unverständlicherweise zog sich der SVK gegen Ende der ersten Halbzeit zu stark zurück und kassierte noch vor der Pause das 1:2. Nach einem Steilpass traf Sven Weyres noch vorm heranstürmenden Kollegen Bastian (42.).

Der zweite Abschnitt offenbarte dann die ganze Anfälligkeit der Gäste bei direkten Tempo-Gegenstößen. Der überragende Kapitän Marco Gerten zeichnete mit einem Kopfballtreffer für das vorentscheidende dritte Dreiser Tor verantwortlich.

"Im Nachhinein war dieses Tor spielentscheidend. Klausen erholte sich von diesem Schock nicht mehr, wir hatten die Partie im Griff", urteilte zu diesem Zeitpunkt ein sichtlich gelassener Coach Roland Koch. Einen Freistoß vom eingewechselten Dennis Friedrich wehrte Keeper Edmund Gansen nur seitlich ab und Gerten machte den Dreiser Sieg mit seinem achten Saisontreffer wasserdicht. Der Schlusspunkt war gleichzeitig der Höhepunkt des Derbys schlechthin: Ein Solo von Weyres, der gleich vier Gegenspieler "vernaschte" und zu Statisten verurteilte, brachte das 5:1. Detlef Koch konstatierte nach dem "wichtigsten Spiel vor Weihnachten", dass "wir heute das letzte Prozent mehr Einstellung und Spielverständnis aufbrachten als der Gegner. Wir sind mit der Leistung und dem Ergebnis mehr als zufrieden, es war das I-Tüpfelchen auf einer Vorrunde, in der wir uns steil bergauf entwickelten".

SV Dreis: Greubel - Lorig - Spreier, Matuschak, Kessler - Kläs (46. D. Friedrich), Gerten, Steiner, Eltges (85. Koch) - Bastian, Weyres (72. Sausen)

SV Klausen: Gansen - R. Thul - Mandernach (46. Dietzen), A. Niesen, Kiemes - Simon, C. Niesen, Huber (42. Ruloff), Barteleit - Hermann ( 65.. Stüber), Steffen

Tore: 0:1 Steffen (10.), 1:1 Bastian (32.), 2:1 Weyres (42.), 3:1 Gerten (53.), 4:1 Gerten (63.), 5:1 Weyres (69.)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-rote Karte für Steve Barteleit (Klausen) in der 83. Minute wegen wiederholten Foulspiels.

SR: Horst Jonas (Sehlem) - ZS: 250