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RUDERN: Spitze im Trockenen

RUDERN: Spitze im Trockenen

LEIPZIG/ZELTINGEN-RACHTIG. (teu) Zu Beginn der vorolympischen Saison haben sich die Brüder Jost und Matthias Schömann-Finck beim Ergometertest des deutschen Ruderverbands in Topform präsentiert.

Die Saison mit der Heim-Weltmeisterschaft in München (26. August bis 2. September) begann für Jost und Matthias Schömann-Finck mit gemischten Ergebnissen. Das Bruderpaar aus Zeltingen-Rachtig, das sich auch mit Blick auf Peking 2008 für den olympischen Leichtgewichtsvierer (jeder Athlet bewegt einen so genannten Riemen) empfehlen will, zeigte beim Ergometertest in Leipzig Spitzenresultate im "Trockenrudern". Jost Schömann-Finck blieb auf der 2000-Meter-Distanz in 6:18 Minuten nur eine Sekunde über seiner Ergo-Bestzeit. Damit war der 24-Jährige bester Backbordruderer der 16 Kandidaten für den Leichtgewichtsvierer. Matthias Schömann-Finck war in 6:24 Minuten viertbester Steuerbordruderer. Der 28-Jährige, der bisher einmal Silber und zweimal Bronze bei Weltmeisterschaften gewonnen hat, war trotzdem zufrieden. "Ich hatte diesen Winter gesundheitliche Probleme und konnte nur wenig oder gar nicht trainieren", erklärte der Krankenhausangestellte. In Leipzig machte nicht Matthias', sondern Jost Schömann-Fincks Gesundheit Sorgen. Beim Ergometertest verausgabte sich der gelernte Bootsbauer total. Rekordverdächtige 17 Millimol Laktat wurden anschließend in seinem Blut gemessen. Während der Stoff, der die Muskeln schwer macht, schnell abgebaut wurde, behinderte ihn eine Muskelverhärtung im Rücken weiter. Nach Rücksprache mit Trainer Diethelm Maxrath und dem Leipziger Regattaarzt verzichtete er deshalb zusammen mit seinem Bruder Matthias auf den Start im Sechs-Kilometer-Langstreckenrennen. Dieser Testwettkampf hat in diesem Jahr eine geringere Bedeutung für die Zusammensetzung des deutschen Leichtgewichtsvierers. Mitentscheidend werden am vorletzten Aprilwochenende die deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln sein.