Schiedsrichter-Alarm

Der Kreisvorstand Mosel schlägt Alarm: In Maring-Siebenborn wurde zuletzt heftig über den extremen Rückgang von aktiven Schiedsrichtern diskutiert. Kreisschiedsrichter-Obmann Arno Görg schilderte die Situation drastisch.

Die Schiedsrichtervereinigung Mosel hat noch 123 Schiedsrichter, mit denen die Spiele der Kreisliga A bis C III sowie der A- und B-Jugend besetzt werden sollen Dazu kommen noch die Ansetzungen der Damen und Mädchen. Roland Steuer, Schiedsrichteransetzer der Kreisligen B I, B II, C I, C II und C III, stehen 60 Schiedsrichter zur Verfügung - auf dem Papier. Die Realität sieht anders aus: Viele ältere Schiedsrichter können aus gesundheitlichen Gründen oft mehrere Wochen nicht antreten. Allein am sechsten Spieltag fielen 20 Schiris aus. Laut Arno Görg wird ein Rückgang der Schiedsrichterzahl unter 120 dazu führen, dass nach der Winterpause Spiele der Kreisligen C nicht mehr besetzt werden können. Die Vereine sind nun erneut gefordert, ihre "Schiedsrichter-Solls" zu erfüllen, um Strafen bis zum Zwangsabstieg des Fußballverbandes Rheinland zu vermeiden.

Heftig diskutiert wurde auch, dass finanzkräftige Vereine in der Wechselfrist Schiris abwerben. Insider berichteten, manche Schiris wechselten nicht aus Idealismus, sondern für Geld. Summen von 1000 Euro im Jahr plus neue Schiedsrichterausrüstung durch den neuen Verein seien da noch die untere Grenze.

Friedrich Zeltner