| 16:37 Uhr

Steine hauen in den Ferien

Das "haut rein" und macht richtig Spaß: Ein Ferienprogramm, bei dem Steine bearbeitet und zu kleinen Kunstwerken werden.Foto: Katharina Renn
Das "haut rein" und macht richtig Spaß: Ein Ferienprogramm, bei dem Steine bearbeitet und zu kleinen Kunstwerken werden.Foto: Katharina Renn
BITBURG. Ein kreativer Job: Kinder und Jugendliche, die in der Jugendhilfestation Bitburg betreut werden, durften in diesen Ferien versuchen, Steine zu Skulpturen zu verarbeiten. Von unserer Mitarbeiterin <br>KATHARINA RENN

Ein nicht alltägliches Ferienangebot: Während eines Workshops mit der Künstlerin Monika Bänsch, die ihre Werke zur Eröffnung der Bitburger Jugendhilfestation schon einmal ausgestellt hatte, lernten die Kinder und Jugendlichen, wie sie aus einfachen Tuffsteinblöcken schöne Figuren schaffen können.Da die Arbeit mit Stein viel Geduld und Fingerspitzengefühl erfordert, machte die Arbeit nicht nur Spaß, sondern förderte auch die Konzentration, Feinmotorik, Ausdauer und die räumliche Wahrnehmung der Jungen und Mädchen.Die jungen Künstler waren ausgesprochen fleißig und hoch konzentriert bei der Sache. Monika Bänsch erklärt: "Bei dieser Arbeit ist viel Geduld gefragt. Was weggehauen wurde, bleibt weg. Man muss also vom äußersten Punkt nach innen arbeiten." Während sie das erzählt, hilft sie dem achtjährigen Kevin dabei, aus seinem Steinblock eine Katze herauszuarbeiten. Dass ihm die Arbeit Spaß macht, ist ihm deutlich anzusehen. In der Schulzeit gibt es kaum Möglichkeiten, mehrtägige Workshops zu starten. Deswegen sind die Mitarbeiter auch froh, dass die Künstlerin durch ihren Besuch diesen Workshop ermöglichte.Beistand auch in Tagesgruppen

Die Jugendhilfestation Bitburg ist eine der Einrichtungen des ökumenischen Erziehungsverbunds. Seine Gesellschafter sind: Verein der Schmiedel-Anstalten, Kreuznacher Diakonie, Salesianer Don Bosco und Regional-Caritasverband Westeifel. Der ökumenische Erziehungsverbund wurde 1996 gegründet. Weitere Jugendhilfestationen sind in Daun, Prüm und Adenau.Die Kinder und Jugendlichen, die zwischen sieben und zwölf Jahre alt sind, werden in der Schulzeit in Tagesgruppen, in so genannten Erziehungsbeistandsschaften, oder während einer sozialpädagogischen Familienhilfe betreut. Dort geht es unter anderem um die Förderung der Konzentration und um das Sozialverhalten. Die Tagesgruppen bieten zudem Erziehungshilfen als Ergänzung zur Förderung im Familienalltag.Doch nicht nur die Tagesgruppen sind ein Angebot des Erziehungshilfeverbunds. Unter anderem werden auch Tagesmütter und -väter vermittelt, wird Familien bei der Betreuung von Alltagsproblemen geholfen, betreutes Wohnen für junge Erwachsene angeboten und im Notfall auch sozialpädagogische Pflegestellen bereitgestellt.Die Jugendhilfestation arbeitet eng mit dem Jugendamt zusammen. Jugendliche, die von der ökumenischen Jugendhilfestation betreut werden, werden ihr von Mitarbeitern des allgemeinen sozialen Dienstes empfohlen.