Tugend aus der Not

Die Handballer der HSG Wittlich sind nach dem Ende der Kooperation mit der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch wieder auf sich allein gestellt. Trotzdem sind die Verantwortlichen optimistisch.

 Gemeinsam allein: die Handballer der HSG Wittlich. Foto: HSG Wittlich

Gemeinsam allein: die Handballer der HSG Wittlich. Foto: HSG Wittlich

Wittlich. (red) "Danke an die Mannschaft! Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben so einen perfekten Abschluss dieser Saison geschafft", lobte Trainer Uwe Koenen sein Team nach dem 32:31 im letzten Punktspiel gegen den Meister der Verbandsliga West, den TV Bitburg. 250 Zuschauer in der BBS-Halle konnten sich davon überzeugen, dass die HSG-Männer spielerisch und kämpferisch auf dem richtigen Weg sind. Mit einer stark verjüngten Mannschaft reichte es zum vierten Platz in der Endabrechnung, der Lust auf mehr macht.

Das Potenzial dafür sollte nach den ursprünglichen Planungen des HSG-Vorstandes aus der Kooperation mit der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch im männlichen A- und B-Jugendbereich erwachsen, die 2008 realisiert wurde.

A-Jugend gewinnt Titel in der Oberliga



Die gemeinsame B-Jugend von Trainer Wolfgang Becker erreichte in der Regionalliga einen akzeptablen sechsten Platz und die A-Jugend holte sich souverän als Oberligameister den Rheinlandtitel. Der Aufwand dafür war erheblich, weil die Wittlicher unter Burkhard Praeder (Wittlich) und Igor Domaschenko (Irmenach) zweimal pro Woche in Kleinich trainierten. Obwohl die Rechnung sportlich aufging, zeichnete sich bereits zum Jahreswechsel das Ende der Kooperation mit der Hunsrück-HSG ab. Folgerichtig musste der Wittlicher Vorstand aus der Not eine Tugend machen, indem er im Männerbereich für die Zukunft verstärkt auf die eigene Jugend setzt. Das bedeutet einerseits den kompletten Verzicht auf eine männliche A-Jugend in der Saison 2009/10 und andererseits die direkte Integration der Jahrgänge 1991 und 1992 in die Herrenmannschaften. Dem HSG-Vorstand ist klar, dass nicht alle Jugendspieler und Trainer gehalten werden können. "Wir werden das eine oder andere Talent verlieren, sind aber von der Richtigkeit der Weichenstellung überzeugt", meint der sporttechnische Leiter Axel Weinand.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort