1. Archiv

VEREINSPORTRÄT : Euphorie weicht Depression

VEREINSPORTRÄT : Euphorie weicht Depression

Kinderbeuern. (F.Z.) Statt der Aufstiegseuphorie zu Beginn der Saison ist beim FC Kinderbeuern (FCK) seit der Winterpause Enttäuschung angesagt: Der Elf des Spielertrainer-Duos Volker Scherrer und Thorsten Neidhöfer ist auf der Zielgeraden im Kampf um einen Aufstiegsplatz die Puste ausgegangen. Momentan liegt der FCK auf Platz drei der Tabelle.

Durch die Rückkehr von Thorsten Neidhöfer und seinem Bruder Michael zu Saisonbeginn sowie mit der Verpflichtung von Sascha Dietz und den Nachwuchstalenten Markus Ternes, Kevin Lenz und Rene Engel wurde das Saisonziel beim FC Kinderbeuern mit einem Aufstiegsplatz definiert. Bis zur Winterpause lag die Elf im Soll, ehe der Absturz kam. Heimniederlagen gegen den SV Bettenfeld (0:1), gegen die SG Liesertal (0:3) und die bittere 1:4-Pleite in Altrich ließen die Träume platzen. Thorsten Neidhöfer, der ambitionierte Co-Trainer und Spielmacher des FCK, hat die Ursachen für diesen Absturz bereits herausgefunden: die mehr als mäßige Trainingsbeteiligung der Spieler, die meist zwischen vier und sechs Aktiven liegt. Somit konnte ein gezieltes Training nicht mehr absolviert werden. Im Gegensatz zu den Routiniers wie Volker Scherrer und Thorsten Neidhöfer sowie Richard Kaufmann und Udo Oster glänzten die Nachwuchsspieler meist durch Abwesenheit, so dass der konditionelle Einbruch in den Schlussphasen, wo die meisten Gegentore fielen, die logische Folge war. Wegen dieser Tatsachen macht sich Thorsten Neidhöfer Gedanken um die Zukunft seines FC Kinderbeuern. Neidhöfer: "Unter diesen Voraussetzungen muss der FC Kinderbeuern in der kommenden Saison wesentlich kleinere Brötchen backen und sogar um den Klassenerhalt bangen, wenn nicht eine radikale Änderung in der Einstellung der Spieler eintritt." Da außer dem Torwarttalent Jan Weberskirch noch kein Neuzugang feststeht und mit Florian Barzen, der zur SG Reil zurückkehrt, der erste Abgang bereits feststeht, muss sich der FC Kinderbeuern verstärken, um in der Kreisliga B I bestehen zu können.