Wandern, radeln, Bötchen fahren

Wandern, radeln, Bötchen fahren

FELL/BIERSDORF/FREUDENBURG. Der Trierische Volksfreund präsentiert weitere Ausflugsziele für Familien. Der Grubenwanderweg in Fell informiert über den Bergbau, rund um den Biersdorfer Stausee geht es sportlich zu, und ein Felsenpfad bietet eine Panoramaaussicht über die Saar.

Das FELLER BERGWERK ist für sich alleine einen Besuch wert. Wer eine Besichtigung mit einer informativen Wanderung verbinden möchte, ist ebenfalls gut aufgehoben in Fell. Der Grubenwanderweg auf einer Länge von 7,5 Kilometern ist beliebig einsteigbar und von der Streckenführung gestaltbar. Bester Ausgangspunkt ist der Parkplatz von Fell in Richtung Thomm kommend, die Schürzig-Halde. Besucher begeben sich auf die Spuren des ehemaligen Dachschieferbergbaus. Zwölf so genannte Stollenmundlöcher liegen auf der Strecke. Taschenlampen sollten also mitgenommen werden, um in das Innere der finsteren Gruben durch Fledermausgitter hineinzuleuchten. Begehungen der Stollen sind nur mit der "normalen" Besucherbergwerksbesichtigung möglich. Vor den Stollenmundlöchern befinden sich jeweils unterschiedliche Loren und Infotafeln. Verschiedene Schieferdeckungen werden genauso beschrieben wie die Geschichte des Bergwerks allgemein. Eine detailgetreue Figur (wie im Bergwerk) verdeutlicht den Alltag von Schulkindern in Fell, den es noch bis in die 60er-Jahre gab: Als Suppenträger, ausgestattet mit dem Henkelmann, trugen die Kinder ihren Vätern das Essen in das Bergwerk - während der Schulzeit toleriert von den Lehrern. Eine vollständige Übersicht über den Grubenwanderweg gibt es in Fell am Parkplatz Grubenwanderweg in der Bachstraße. Feste Schuhe werden empfohlen. Informationen im Internet unter www.besucherbergwerk-fell.de oder Telefon 06502/988588 Wer es sportlich mag, unternimmt einen Ausflug nach Biersdorf . Der Stausee nordwestlich von Bitburg wird vom Wasser der Prüm gespeist. Offiziell ist Baden nicht erlaubt. "Wir haben aber auch noch keinen heraus geholt, der doch schwimmen will", sagen die Betreiber der Sport- und Freizeitanlage Afunti. Auf einer Strecke von 4,2 Kilometern kann der See in gesunder Luft per Rad umrundet werden. Wer kein eigenes mitbringt, mietet sich in Ferdis Bootshaus am See Zweiräder (Kinderfahrräder- und -sitze, Tandem, Mountainbikes vorhanden). Der Weg ist auch für Inlineskater geeignet. Beach-Volleyball am See ist kostenlos möglich. Tretboote, ein Wassertraktor und Kajaks können gemietet werden. Schnupperklettern an einer 160 Quadratmeter großen, acht Meter hohen Indoor-Kletterwand sowie Bogenschießen sind ebenfalls möglich. Afunti bietet Floßbauaktionen für Gruppen und Kindergeburtstage an. Informationen über Leihgebühren gibt es unter Telefon 06569/960194 und 963959 und im Internet ( www.afunti.de). Ein hübsches Ziel mit Abenteuercharakter bietet eine Wanderung bei Freudenburg . Der Höhepunkt: Die Aussicht beim Gipfelkreuz Maunert. Von dem Gipfelkreuz hat man eine fantastische Rundsicht, die bei schönen Tagen sogar bis nach Trierweiler/Sirzenich reicht (Fernglas mitnehmen). Tief im Tal liegen Serrig und Taben-Roth - die Züge entlang der Saar gleichen vom hohen Bergrücken aus beobachtet Spielzeugeisenbahnen. Der Spaziergang zum Maunerter Gipfelkreuz (mit Ruhebank) beginnt beim Waldparkplatz Buchholz an der L 133 zwischen Freudenburg und Taben-Roth. Dort nimmt man den rechten, etwa parallel zur Straße verlaufenden Waldweg. Nach 700 Metern links abbiegen, nach weiteren 600 Metern erreicht man eine Wegespinne. Der Felsenpfad und Aussichtspunkt sind hier ausgeschildert (links halten, nach 50 Metern rechts einem kleinen Pfad folgen). Auf einem märchenhaft verschlungenen Weg durch lichten Mischwald erreicht man nach 15 Minuten die Taunus-Quarzid-Felsen und das Gipfelkreuz. Von hier geht es den gleichen Weg zurück. Nur Trittsichere mit festen Schuhen folgen dem Felsenpfad durch Gesteinsbrocken über den Bergrücken hinunter ins Tal und über Taben durch den Freudenburger Wald zurück zum Ausgangspunkt (Länge rund zwölf Kilometer).