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Weggefährten und Rivalen

Weggefährten und Rivalen

Lange arbeiteten beide Clubs darauf hin: Jetzt steigt die absolute Schlagerpaarung des zwölften Spieltages auf dem Rasenplatz von Landscheid. Da beide mit fünf Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz das Klassement souverän anführen, ist ein heißer Tanz zu erwarten.

Landscheid. Wenn am Sonntag gegen 16.15 Uhr die Schlagerpaarung abgepfiffen sein wird, wird es nur einen zufriedenen Trainer geben. Denn: Egal, wer dieses Duell für sich entscheidet, wird vermutlich auf Platz eins überwintern und sich eine prächtige Ausgangsposition für das Frühjahr sichern können. Landscheids Spielertrainer Thomas Schäfer bremst die Euphorie: "Das 0:0 von Dörbach gibt mir zu denken, denn aus einer drückenden Überlegenheit machten wir nichts. Derzeit haben wir Probleme mit dem Toreschießen."In der Tat scheinen die Jungs aus Landscheid Ladehemmung zu haben, brachten das "Runde" in den vergangenen vier Spielen nur vier Mal ins "Eckige". "Gegenwärtig ist die Abwehr unser Prunkstück. Doch die Spiele in dieser Liga werden über den Sturm entschieden", sagt Schäfer, der hinter dem Einsatz von Offensivkraft Matthias Oster ein dickes Fragezeichen sieht. Da auch Nachwuchstalent Markus Schappo nach seiner zehnwöchigen Verletzungspause noch die Spielpraxis fehlt, muss Schäfer wohl selbst im Zentrum agieren, obwohl er lieber hinter den Spitzen spielt. "Die Mannschaft ist konditionell auf einem guten Stand, hat zuletzt dreimal die Woche trainiert. Wir wissen, wie stark Laufeld spielt und dass das ein sehr harter Brocken ist. Doch erwischen wir einen guten Tag, so können wir sie schlagen. Dabei führt der junge Trainer, der allein ein Spiel entscheiden kann, den 2:0-Sieg gegen Lüxem als Maßstab an, wo "alles optimal gelaufen ist. Wir sind hoch motiviert und müssen die Offensivkraft des Gegners unter Kontrolle bringen", weiß Schäfer um die Angriffsqualitäten des Kontrahenten.Bei der SG Laufeld II läuft es derzeit fast optimal. Die Mannschaft hat das schwere Auswärtsspiel in Hetzerath souverän gemeistert (3:1) und ist derzeit Tabellenführer. Die große Stärke des A-Liga-Absteigers und des selbst ernannten Titelkandidaten ist die Durchschlagskraft im Angriff. Die "Kanoniere der Liga" sind diesmal wohl nicht auf die "Leihgaben" der Rheinlandligamannschaft angewiesen. Mit Michael Ahnen, Volker Weiler und Andreas Weins wurde die Zweite gezielt verstärkt - mit Erfolg. Zuletzt rückten diese Spieler wieder in die Elf von Jürgen Tücks, da Alternativen knapp waren. Doch die Verletztenliste entspannt sich, so dass auch Jungstar Markus Laux wieder dabei ist. "Wir wollen auch in Landscheid unseren permanenten Angriffsfußball spielen und unseren Stil durchziehen. Da wir fast jeden Sonntag mit einer anderen Mannschaft auflaufen, sind wir auch schwer auszurechnen", sieht Trainer Andreas Jany einen Vorteil bei seiner Elf. "Gelingt uns ein frühes Tor und spielt der Gegner mit, erwarten wir ein tolles Spiel mit vielen Torraumszenen und einen knappen Sieg." Auf eine Manndeckung für Landscheids Spielmacher Schäfer wollen die Laufelder indes verzichten.