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Wenig Grund zum Jubeln

Wenig Grund zum Jubeln

So ganz unerwartet kamen die Niederlagen für die drei Regionalliga-Teams der Region nicht. Für die MJC wäre in Treis-Karden in kompletter Besetzung und geringerer Beanspruchung der Junioren im Team aber sicher mehr drin gewesen.

Trier. (wir) Regionalliga 1 Herren: TuS Treis-Karden - DJK/MJC Trier 89:80 (47:30) Eine solche Aussage hört man von einem Trainer selten. "Ich nehme die Niederlage auf meine Kappe", verkündete Josip Bosnjak nach dem 80:89 (30:47) seines Teams bei seinem Ex-Verein Treis-Karden. "Ich habe den Jungs aus der zweiten Reihe zu viel Spielzeit gegeben", lautete die Selbstkritik. Die bezog sich auf das zweite Viertel, in dem sich der TuS von 23:19 auf 47:30 absetzte. Für den Wechsel gab es aber Gründe: Maik Zirbes, der immerhin noch 18 Punkte erzielte, absolvierte sein drittes Spiel innerhalb von 24 Stunden, auch Aaron Henrichs hatte fünf Stunden vor dem Auftritt in Treis schon 40 Minuten gespielt. Außerdem fehlte mit Tomasz Wojnowski (eingeklemmter Nerv) der zweite MJC-Center, der immer für zweistellige Punktzahlen gut ist.

Regionalliga 2 Herren: TVG Baskets Trier - SKG Roßdorf 85:100 (35:51) Nach der Rückkehr von Christian Hubor (MJC Trier I) und Benedikt Epper vom Ligakonkurrenten SG Mehlingen zeigte der TVG sein bisher bestes Spiel. Es zeigte sich deutlich, dass das Team mit diesen beiden Akteuren über deutlich mehr Substanz verfügt. Vorentscheidend für die Niederlage war das schwache zweite Viertel der Hausherren, in dem der Rückstand von 19:22 auf 35:51 wuchs. Anders als in den Spielen zuvor ließen die Baskets das Geschehen aber nicht einfach so treiben, sondern kamen, angetrieben vom überragenden Sebastian Gallmeister, auf 63:67 (30.) heran, gingen dann sogar mit 76:75 zu Beginn des Schlussabschnitts in Führung. Die Entscheidung fiel dann durch das fünfte Foul gegen Jakob Reiser und nach Protest durch das Technische Foul gegen Trainer Keith Gray. Trier kam zwar nochmals auf 85:89 heran, zwang die Gäste dann an die Linie, die von dort aber alles trafen. Regionalliga Damen: TSV Grünberg II - DJK/MJC Trier 78:67 (45:28) Trotz der Niederlage beim Spitzenteam in Grünberg war Trainer Wolfgang Esser nicht nur zufrieden, sondern sprach "von einem der besten Spiele der Saison". Zumal er nur mit sieben Spielerinnen zum Titelaspiranten gereist und Spielerinnen, die wichtige private oder schulische Termine hatten, von der Teilnahme befreit hatte. "Mit Ausnahme des deutlich verlorenen zweiten Viertels habe ich keinen eklatanten Unterschied feststellen können", so Esser, der seinem Team in der Rückrunde, "wenn wir alle Spiele in kompletter Formation bestreiten können, noch einiges zutraut."

Oberliga Herren: SFG Bernkastel-Kues - BBV Lahnstein 82:70 (45:38) Der SFG landete auch ohne den gesperrten etatmäßigen Coach Helge Patzak, der von Tobias Kühne vertreten wurde, den angestrebten Sieg. Die Gastgeber nahmen von Beginn an das Geschehen in die Hand und setzten sich über 13:4 und 24:10 zunächst klar ab. Bis zur Halbzeitpause hatten die Koblenzer, bei denen die Ex-TBB-Junioren Dennis Reiss (18 Punkte) und Kevin Rurainsky (15) überzeugten, den Anschluss wieder hergestellt. Erneut setzten sich die Hausherren ab (56:42/27.), und nun konnte Lahnstein zwar den Rückstand in Grenzen halten, aber nicht mehr wesentlich verkürzen. Immer wenn der BBV näherkam, antwortete der SFG mit kleinen Serien und brachte so den Sieg sicher nach Hause.

Oberliga Damen: DJK/MJC Trier II - SG Dürkheim/Speyer II 58:47 (30:25) Mit einer besseren Trefferquote hätte die Partie früher entschieden sein können. Den zur Pause im wahrsten Sinn des Wortes erarbeiteten knappen Vorsprung ließ sich die MJC aber nicht mehr aus der Hand nehmen. Die Wiedergutmachung nach der schwachen Vorstellung in Lutzerath ist gelungen. Trainerin Sylvia Krämer war vor allem mit der engagierten Leistung ihrer großen Spielerinnen zufrieden: "Wir haben die Centerinnen klar im Griff gehabt."

Landesliga Herren: Post SV Koblenz - Trimmelter SV 109:74 (49:33) "Mit dieser Niederlage haben wir uns endgültig nach unten verabschiedet", bilanzierte Trainer Ralf Pfannkuchen nach der "Klatsche" in Koblenz. Positiv war "mit Abstrichen" - nur 23 von 37 Freiwürfen wurden verwandelt - die Offensive. Ansonsten gab es neben dem überragenden Christoph Emmert nur Thomas Spang, aber erst in der Schlussphase, und Andreas Schultze zu loben. Die Defensive war "ernüchternd, weil es vielen meiner Spieler an der notwendigen Physis fehlt".

TuS Treis-Karden II - TuS Mosella Schweich 48:63 (25:37) Ein überraschender Sieg für die Gäste, da sie ohne vier Stammspieler angetreten waren. "Die Grundlagen zum Sieg haben wir in der Verteidigung und im Rebound gelegt", so Trainer Markus Thul, der sich über "eine geschlossene Teamleistung" freute.

TG Konz - TVG Baskets Trier II 111:60 (59:24) Bis zur 13. Minute hielten die Gäste mit (29:22), dann erfolgte ein fast schon historischer Einbruch. Konz erzielte 23:0 Punkte in Serie und hatte damit schon alles entschieden. Baskets-Coach Stephan Schmitz sprach vom schlechtesten Spiel der Saison und monierte: "Auch wenn drei Spieler fehlen, darf so etwas nicht passieren." Sein Kollege Safak Karacam blieb Realist: "Dieses Resultat dürfen wir nicht überbewerten."

TuS Mayen - DJK/MJC Trier II 70:82 (40:38) "Die tiefer besetzte Bank und die klare Steigerung in der zweiten Halbzeit haben uns zum Sieg verholfen", bilanzierte MJC-Coach Thorsten Kraus. Ab dem zweiten Viertel spielte Mayen seine Größenvorteile aus, nachdem Trier zuvor immer knapp vorne gelegen hatte. "Nach einem 0:10-Lauf sind wir noch rechtzeitig aus dem Tiefschlaf erwacht", stellte Kraus fest, "nach dem Wechsel haben wir das Geschehen deutlich dominiert, auch weil Mayen mit den Kräften am Ende war."