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"Wir wollen zu Tokio Hotel“

Auf dem Weg zu ihren Stars? Jasmin Lenz und Jenny Arend aus Hermeskeil haben einen 770 Meter langen Fanbrief an Tokio Hotel verfasst und sie haben nur einen Traum: die meterlange Botschaft mit Liebesschwüren, Bildern und Gedichten den süßen Jungs persönlich abzugeben.
Auf dem Weg zu ihren Stars? Jasmin Lenz und Jenny Arend aus Hermeskeil haben einen 770 Meter langen Fanbrief an Tokio Hotel verfasst und sie haben nur einen Traum: die meterlange Botschaft mit Liebesschwüren, Bildern und Gedichten den süßen Jungs persönlich abzugeben. FOTO: Katja Krämer
HERMESKEIL. Jasmin und Jenny aus Hermeskeil wünschen sich nichts mehr auf der Welt, als Tokio Hotel einmal persönlich zu treffen. Um ihren Traum vielleicht wahr werden zu lassen, haben sie sich ins Zeug gelegt und einen 770 Meter langen Fanbrief verfasst. Von unserer Mitarbeiterin<br>KATJA KRÄMER

"Komm und rette mich, ich verbrenne innerlich." Wenn Bill singt, schmilzt Jasmin dahin. "Sie machen ihr Ding, sie hören nicht auf andere", schwärmt die 16-Jährige. Der Erfolg der Band liegt für Jasmin und ihre allerbeste Freundin Jenny auf der Hand: "Die Texte geben das wieder, was wir durchmachen. Liebe, Trauer, Streit mit den Eltern." Nur ein paar Meter haben sie im vergangen Februar in der Arena Trier von ihren Stars getrennt.

Briefrolle wiegt schwer - Kilos und Herzblut!

"Plötzlich ging das Licht an, ich sah Tom, und dann habe ich nur noch geschrieen", erzählt die 15-jährige Jenny von ihrem ersten Tokio Hotel Konzert. Am 16. März wird sie wieder dabei sein, wenn Bill, Tom, Gustav und Georg die Menge in der Arena Trier zum Kreischen bringen und für Gänsehaut sorgen werden. Jasmins und Jennys sehnlichster Wunsch ist es, "einmal den Jungs sagen, wie süß die sind, und dass es super ist, was die machen."

Um ihr Ziel zu erreichen, haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen: "Wir wollten den längsten Fanbrief schreiben."
Den Erstrekord von 200 Metern im Blick haben die Schülerinnen in ihrer Freizeit Tapetenrollen aneinander geklebt, Persönliches aufgeschrieben, witzige und gefühlvolle Zeilen verfasst und Bilder aufgepappt. "In einer Jugendzeitschrift haben wir dann gelesen, dass der Rekord bei 400 Metern liegt", sagt Jenny. Die Hermeskeiler Mädchen machten weiter. Jetzt ist der Fanbeweis 770 Meter lang. "Der Rekord liegt momentan angeblich bei 1,4 Kilometern", sagt Jenny. "Jetzt reicht es", haben die Freundinnen beschlossen. Die drei überdimensionalen Briefrollen wiegen schwer. Kilos und Herzblut. Sie haben einen festen Platz in Jasmins Jungmädchenzimmer, in dem jeder Quadratmeter von ihrer unerschütterlichen Begeisterung für die vierköpfige Band zeugt. Tokio Hotel-Tasche, -Mütze, -Poster, -Schuhe, -Bettwäsche und, und, und.

"Tokio Hotel hat unsere Freundschaft gesteigert", sagen die Teenager. Jenny liebt Tom. Jasmin liebt Bill. Beide lieben die Musik. Jasmins Vater, TV-Zusteller Andreas Lenz, unterstützt die jungen Fans. "Besser, als auf der Straße rumzuhängen", sagt Lenz. "Ich wünsche den beiden, dass sie den Brief persönlich abgeben können." "Einmal mit Bill und dem Rest der Band reden", träumt Jasmin. Ihre Augen funkeln.