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WM-Projekt wird fortgesetzt

WM-Projekt wird fortgesetzt

Nach einem Sieg bei der Hügelregatta in Essen rücken die Ruder-Weltmeisterschaften für Jost und Matthias Schömann-Finck nicht nur zeitlich näher.

Essen. (teu) "Endlich wieder mit schwarz-rot-goldenen Ruderblättern fahren!" Nach dem erfolgreichen Abschneiden bei der Hügelregatta in Essen freut sich Jost Schömann-Finck auf den nächsten Wettkampf. Das wird für den 24-Jährigen aus Zeltingen-Rachtig, seinen drei Jahre älteren Bruder Matthias sowie Björn Steinfurth (Mainzer RV) und Matthias Veith (Mannheim) der Weltcup im österreichischen Ottensheim sein.Die Weltcup-Teilnahme ist der Lohn für den Sieg über den vom Deutschen Ruderband (DRV) für die Weltmeisterschaften in München (26. August bis 2. September) favorisierten Leichtgewichtsvierer ohne Steuermann auf dem Essener Baldeneysee. Bei starkem Gegenwind ließen Schömann-Fincks und Co. der Konkurrenz keine Chance. Die Zeitmessanlage sah das anders. Nur zwei Zehntelsekunden Vorsprung (6:34,53 zu 6:34,73 Minuten) hatte das Quartett demnach vor dem Konkurrenzboot um den WM-Startplatz mit Bastian Seibt, Jochen Kühner, Martin Kühner und Axel Schuster. Jedenfalls war die Besatzung des DRV-Favoritenboots vorgewarnt. "Die wussten jetzt um unseren schnellen Start und unseren Zwischenspurt", erklärt Jost Schömann-Finck. Zudem drehte der Wind um 180 Grad. Aus Gegen- wurde Rückenwind. Das behagte den Rhein-Mosel-Ruderern nicht. Fast dreieinhalb Sekunden (5:54,14 zu 5:50,72 Minuten) verloren Jost und Matthias Schömann-Finck, Björn Steinfurt und Matthias Veith auf das DRV-Boot.Im Rennen um die WM-Nominierung steht es damit unentschieden. Wer bei der Heim-WM dabei ist, steht vermutlich in zwei Wochen nach dem Weltcup fest. In Österreich werden auch der dritte, in Essen krankheitsbedingt fehlende deutsche Vierer sowie die Olympiasieger aus Dänemark am Start sein.