Auf dem Sprung nach oben

Auf dem Sprung nach oben

Nicht zum ersten Mal wurde der SV Konz vor dieser Saison als einer der Favoriten auf den Bezirksliga-Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die Rheinlandliga gehandelt. Vor dem Ligaendspurt liegt der SVK zwar "nur" auf dem zweiten Platz, aber noch ist der Aufstieg möglich.

Konz. (wir) "Wir haben unsere letzte Chance genutzt, als wir das letzte Spiel vor dem Gang in die Winterpause bei der Eintracht mit 2:1 gewonnen haben", sagt der Konzer Trainer Wolfgang Hoor. Es brachte sein Team bei einer mehr ausgetragenen Partie und einem Punkt Rückstand auf die 05er wieder auf Schlagdistanz. Nicht ganz ernst gemeint ist aber die Aussage: "In der Rückrunde würden wir am liebsten nur noch gegen die Eintracht spielen."

Das Duell um den Titel zwischen diesen beiden Kontrahenten hat einen pikanten Neben-Aspekt. Gemeinsam mit Triers Coach Reinhold Breu ist Hoor am Max-Planck-Gymnasium für die Förderung der talentierten Nachwuchsfußballer zuständig. "Wir verstehen uns gut und arbeiten prima zusammen", betont Hoor, der zugibt: "Ich hatte die Eintracht auf der Rechnung, aber dass sie so stark und vor allem stabil ist, hatte ich nicht erwartet." Er sieht seinen Kader aber mit dem Konkurrenten auf Augenhöhe und spricht "die gute Altersstruktur und die Hackordnung" an: "Wir haben Häuptlinge und Indianer, Führungsspieler und Wasserträger." Diese Konstellation könnte am Ende der Saison "vielleicht den Ausschlag zu unseren Gunsten geben, weil den Trierern, die ja de facto ein U23-Team sind, diese Struktur fehlt".

Hoor zeigt weitere Unterschiede auf, die er aber nicht als Nachteil für seine Truppe auslegt: "Spielerisch und spieltechnisch ist unser Rivale stärker. Unsere Tugenden sind Team- und Kampfgeist und Siegeswillen." Für den erfahrenen Coach, der seit mehr als 20 Jahren im Metier ist, bestand denn auch in der Winterpause kein Bedarf, personell nachzulegen. Mit Torsten Ulmen (Fortuna Fell) ist zwar ein ehemaliger Konzer zu seinem Heimatverein zurückgekehrt, "aber wir haben eigentlich niemanden gesucht. Er kam aus eigenem Antrieb." Der 55-Jährige sieht noch einen Faktor, von dem er sich entscheidende Vorteile erhofft: die Ausgeglichenheit.

"Wir haben sechs Spieler, die zwischen fünf und elf Toren erzielt haben. Das reicht, um den besten Angriff der Liga zu haben. Wir sind definitiv schwer auszurechnen." Christian Mai und Florian Lorenz sind die erfolgreichsten Torjäger, und neben Torwart Christian Willger, Thomas Werhan und Marco Weires tragende Säulen im Team. Trainingsbeginn ist in Konz erst am 3. Februar, weil keine Nachholspiele anstehen, "aber wir sind inzwischen auch nicht untätig, spielen ein Tennisturnier und haben eine Wanderung gemacht". Hoor ist überzeugt: "Nach fünf Wochen fußballerischer Vorbereitung sind wir gerüstet." Die Testspiele des SV Konz: beim FSV Trier-Tarforst (Mittwoch, 4. Februar, 19.30 Uhr), in Tawern (Samstag, 7. Februar, 15.30 Uhr), gegen SG Strohn (Samstag, 14. Februar, 16 Uhr), gegen Salmrohr (Samstag, 21. Februar) und gegen die SG Schoden (Samstag, 28. Februar, 15 Uhr).

Mehr von Volksfreund