Auf in die Region!

Auf in die Region!

BITBURG/TRIER. (red) Was machen die Studierenden an den beiden Trierer Hochschulen in ihrer Freizeit? Und wie gut kennen sie die Region? Diesen Fragen widmeten sich 29 Studenten der Fremdenverkehrsgeografie gemeinsam mit ihrem Dozenten Frank Schaal. Mittlerweile liegen die Ergebnisse vor. Eines davon: ein kostenloser Reiseführer für die Kommilitonen.

Die Studierenden an Universität und Fachhochschule: Eigentlich wären das gute Botschafter für die Region, dachten sich Walter Born von der Initiative Region Trier (IRT) und Frank Schaal, Geschäftsführer der Tourist-Information Bitburger Land und außerdem Dozent an der Trierer Universität. Doch dazu müssen die jungen Leute die Region und ihr Freizeitangebot erst einmal kennen und schätzen lernen. Angeregt und unterstützt von der IRT, startete Schaal deshalb im Oktober 2004 ein auf zwei Semester angelegtes Forschungspraktikum. Die Teilnehmer: 29 Studenten der Fremdenverkehrsgeografie aus dem gesamten Bundesgebiet. Titel der Untersuchung: "Freizeitverhalten Trierer Studenten." Wesentliches Ziel: herauszufinden, wie es um die Kenntnisse von der Region bei den Studenten steht - und ihnen gleichzeitig zu zeigen, was Eifel, Mosel, Hunsrück und Saar alles zu bieten haben. Rund 1400 junge Leute an Universität und Fachhochschule wurden von ihren Kommilitonen befragt: "Das sind fast zehn Prozent aller Studierenden", sagt Schaal. Entsprechend repräsentativ ist das Ergebnis: "Viele der Studenten von auswärts kennen die Region nicht so gut, wie wir uns das wünschen." Von den Möglichkeiten außerhalb der Stadt Trier sei ihnen kaum etwas bekannt, "die meisten wissen gar nicht, was hier überall auf sie lauert", sagt Studentin Mareike Pahl, die ebenfalls am Forschungsprojekt teilnahm. Die Jung-Forscher fanden auch heraus, woher die Lücken kommen: Neben mangelndem Interesse, berichtet Mareike Pahl, seien es auch "keine Zeit, kein Geld, kein Transportmittel". Aus dieser Diagnose entwickelten die Studenten zugleich ein passendes Gegenmittel: den Reiseführer durch die Region, der allen Kommilitonen kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll. Dieser umfasse kurze Informationen zur Stadt Trier - "weil es da schon so viele Reiseführer gibt" -, und Ausführliches über die Region und ihre Angebote in Sachen Natur, Tourismus und Kultur. Diese nämlich seien sehr vielfältig und unbedingt weiterzuempfehlen, sagt die gebürtige Oldenburgerin Mareike Pahl. Der 160-seitige Ergebnisbericht der Studenten liegt mittlerweile vor, die Reise-Broschüre wird derzeit gedruckt. Der Praxisbezug sei ihm bei diesem Projekt wichtig gewesen, sagt Frank Schaal. Deshalb wurden Recherche, Bildmaterial und Texte auch des Reiseführers von den Studenten bewerkstelligt und beschafft - bis hin zu den Sponsoren, die den Druck der Broschüre finanzierten. Das Resultat freut auch den IRT-Geschäftsführer: "Das Ding ist Klasse", sagt Walter Born. Und Mareike Pahl ist überzeugt, dass künftig deutlich mehr Studenten einmal einen Blick über die Stadt hinaus werfen werden. Studie und Reiseführer werden der Öffentlichkeit am Mittwoch, 25. Januar, 16 Uhr, im Tagungszentrum der Industrie- und Handelskammer Trier vorgestellt - von den jungen Forschern selbst, die anschließend zum Gespräch bereitstehen. Infos: IRT-Büro unter Telefon 0651 - 970 750, E-Mail info@region-trier.de, Internet: www.region-tier.de; oder bei Frank Schaal in der Tourist-Information Bitburger Land, im Graben 2, 54634 Bitburg, Telefon 06561 - 94 34 14, E-Mail schaal.f@eifel-direkt.de.