AUSDAUERSPORT: Wiedergeburt des Triathlons

AUSDAUERSPORT: Wiedergeburt des Triathlons

KRONENBURG. (teu) 25 Jahre nach dem ersten deutschen Triathlon in Gerolstein wird am 28. Juli in der Eifel wieder geschwommen, geradelt und gelaufen. Am Kronenburger See findet der neue Gerolsteiner Eifeltriathlon statt.

Es hatte etwas Tragisches, als vor fünf Jahren zum letzten Mal ein Triathlon in Gerolstein stattfand. Als 2003 auch die Organisatoren des Triathlons in Sellerich (bei Prüm) das Handtuch warfen, schien der Ausdauerdreikampf aus Schwimmen, Radfahren und Laufen in der Eifel am Ende. Dabei liegt die Wiege des deutschen Triathlons in Gerolstein. Fast auf den Tag genau 25 Jahre nach dem ersten deutschen Triathlon wird die Tradition am 28. Juli am Kronenburger See fortgeführt. Eifel als triathlonfreie Zone - das war Veranstalter Jörg Brang ein Dorn im Auge. "Es war schon immer mein Wunsch, einen Triathlon zu veranstalten. Einfach deshalb, weil sich in der Eifel in dieser Hinsicht nichts mehr tut", erklärt der 37-Jährige. Im FC Ormont fand Brang einen Verein, der sich seit einigen Jahren nicht nur im Laufbereich, sondern auch im Triathlon in Sachen Nachwuchsförderung einen Namen gemacht hat. Zwei Jahre lang (2005 und 2006) sammelte man dort mit der Organisation eines Kinder-Triathlons in Jünkerath Erfahrung. Schwimmen im Kronenburger See

"Wir haben gut zusammengearbeitet, und mit der Zeit ist der Plan für dieses ganz große Ding gereift", erklärt Jörg Brang. Am 28. Juli, 25 Jahre und vier Tage nach dem ersten Triathlon in Deutschland, wird Triathlon-Geschichte in der Eifel fortgeschrieben. Der Kronenburger See bei Stadtkyll wird Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung. Geschwommen (500 Meter) wird im Stausee. Die Radstrecke (zwei Runden zu je elf Kilometern) führt über Kerschenbach und um den 635 Meter hohen Berg Steinert herum. Die Läufer führt ihre Strecke mit 5,6 Kilometern zweimal um den Kronenburger See. Neben dem Hauptrennen für Athleten ab 16 Jahren sind weitere Wettkämpfe über kürzere Distanzen für Jugendliche und Schüler geplant. "Die Resonanz ist schon ganz gut. Die Eifel ist nach wie vor ein Begriff unter Triathleten", freut sich Axel Singhof vom FC Ormont über etliche Anfragen. Vom sechsjährigen Grundschüler bis zur sportlichen Großmutter können alle mitmachen. Der Nachwuchs wird besonders gefördert: Der FC Ormont bietet an, Trainer für Triathlon-Schnupperstunden in die Schulen zu schicken. Alle Schüler bis zwölf Jahre starten außerdem kostenlos, springen aber genauso wie die Erwachsenen von vom THW installierten Landungsbrücken in den Kronenburger See. "Wir wollen von Klein bis Groß echtes Triathlon-Flair bieten. Dadurch entstehen natürlich Kosten, aber wir wollen ja, dass der Eifeltriathlon keine Eintagsfliege wird", sagt Axel Singhof. Da man mit dem Gerolsteiner Brunnen einen Namenssponsor gefunden habe, sei die Chance, Triathlon in der Eifel wieder zu etablieren, gewachsen. "Langfristig wäre es schon ein Ziel, auch mal wieder eine olympische Distanz anzubieten", zeichnet Jörg Brang seine Vision. Mehr Informationen: FC Ormont, c/o Axel Singhof, Kyllstraße 1, 54597 Ormont, Telefon 06557/900855, Internet: www.eifeltriathlon.de