Ausländische Airports profitieren von Ticketsteuer

Ausländische Airports profitieren von Ticketsteuer

Die 23 größten deutschen Flughäfen haben im ersten Halbjahr ihre Passagierzahlen um gut acht Prozent auf 93 Millionen Fluggäste erhöhen können. Doch die beiden rheinland-pfälzischen Flughäfen Frankfurt-Hahn und Zweibrücken müssen deutliche Rückgänge verzeichnen. Beide Flughäfen sehen den Grund in der Ticketsteuer, die viele Kunden der Billigfluggesellschaften abschrecken.

Am Hahn ging die Passagierzahl von Januar bis Juni auf 1,4 Millionen Passagiere (-13,7 Prozent) zurück. In Zweibrücken ging es von 112.000 auf 85.000 Passagiere (- 25 Prozent) zurück.

Ausländische Flughäfen profitieren davon: renznahe ausländische Flughäfen konnten hingegen im gleichen Zeitraum deutlich stärker zulegen. Hier gab es teilweise deutliche zweistellige Zuwächse, zum Beispiel Eindhoven mit plus 29,7 und Maastricht mit plus 71,8 Prozent (beide Niederlande).

Auf dem luxemburgischen Flugplatz Findel legte das Passagieraufkommen um rund zehn Prozent zu. "In Bezug auf die Fluglinie nach Berlin ist sogar ein Zuwachs von 25 Prozent zu verzeichnen, was sich hauptsächlich durch die Annullierung der Flüge ab Hahn erklärt", sagte Luxair-Pressesprecher Asko Schröder dem TV. Sowohl Ryanair (Hahn) als auch Zweibrücken (Germanwings) haben ihre Berlinflüge eingestellt. hw

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