Batman: Arkham Knight

Batman: Arkham Knight

Der dunkle Ritter kehrt zurück auf die Spielkonsolen, im bisher erschreckendsten seiner Abenteuer – welches ihn im wahrsten Sinne um den Verstand zu bringen scheint.

Nachdem im Jahr 2013 Entwickler Splash Damage Batmans Vorgeschichte in "Origins" erzählen durfte, dürfen die Schöpfer der Reihe, Team Rocksteady, nun ihre eigentliche Trilogie zu Ende erzählen: Diesmal versetzt Dr. Crane alias "Scarecrow", vermummt in seiner Vogelscheuchen-Maske und ausgestattet mit neuem Nervengift, Gotham City in Angst und Schrecken. Unterstützt von dem mysteriösen Arkham Knight, welcher eine beachtliche Miliz zur Verfügung hat, stellt Scarecrow den geflügelten Detektiv vor eine große Herausforderung - und allerlei Probleme. Aber keine Sorge: Batman findet in Lucius Fox, Buttler Alfred und Robin neue, sowie alte Verbündete - ein paar seiner Freunde werden zusätzlich für Überraschungen sorgen ...

Fluchtpläne

Die Geschichte beginnt nach einem sicheren Jahr für die Einwohner Gothams - denn so lange ist der Tod des lila gekleideten Clowns bereits her. Doch länger soll diese ruhige Phase nicht mehr andauern. Mit Scarecrows Ankündigung, die ganze Stadt mit Hilfe seines Nervengases zu vergiften, beginnt die Evakuierung von ganz Gotham. Nun ja, ganz Gotham ist wohl nicht ganz richtig: Schlägertrupps und weitere dubiose Menschen bleiben standhaft und treiben sich in der Nacht auf den Straßen herum, während die Miliz des titelgebenden Arkham Knights die Stadt beherrscht. Auch bekannte Gesichter wie Two-Face und der Pinguin bleiben ihrer Stadt treu und versuchen sie wieder einmal ein kleines bisschen mehr ins Chaos zu stürzen.

Am Gameplay und Ablauf des Spiels ändert sich allerdings kaum etwas: Wie bisher kommen auf den Spieler neben der Hauptstory um Scarecrow und den Arkham Knight mehrere Nebenmissionen zu. Natürlich darf auch der Riddler nicht fehlen: Der geniale Schurke findet wieder genügend Verstecke für die kleinen grünen Trophäen, die den geflügelten Rächer erneut vor knifflige Aufgaben stellen. Bis Batman jedoch auf alle Geheimnisse gestoßen ist, vergeht eine Menge Zeit, was nicht zuletzt an der Größe der Karte liegt: Diese ist nämlich ungefähr fünf Mal so groß wie in "Arkham City".

Volle Fahrt voraus

Neu dagegen sind die Touren mit dem Batmobil, welches sich in diesem Abenteuer als äußerst nützlich für den Hauptcharakter erweist. Auch wenn die Fahrten anfangs etwas unkontrolliert erscheinen, hat man das Handling des Gefährts nach einer kleinen Übungszeit bald raus, und kann die Straßen Gothams schnell und geschützt erkunden. Der Kampfmodus des Batmobils sind anfangs eine ebenso schwere Aufgabe wie das Fahren an sich. Um Gegner schnell auszuschalten, ist ein erhebliches Maß an Zielgenauigkeit gefragt - was sich unter Beschuss nicht immer als ganz so einfach erweisen mag. Aber auch hier schaffen die Entwickler Abhilfe in Form von genügend Trainingsmöglichkeiten. Geht es zur Steuerung des Helden selbst, bleibt bis auf winzige Abweichungen alles unverändert. Freunde der Vorgänger werden sich also wie zu Hause fühlen.

Aus dem Vollen schöpfen: Batmans Spektrum an Gadgets bleibt wie gewohnt umfangreich. Aufgestockt werden diese wieder im Verlauf der Story: So erlangt die menschliche Fledermaus hilfreiche Geräte wie ein Hacking-Modul oder einen Stimmverzerrer, um weitere Rätsel zu lösen. Diesmal kümmert sich übrigens Lucius Fox persönlich um notwendige Neuanschaffungen oder Verbesserung der Wayne-Tech-Geräte. Auch der Batsuit bekommt einen neuen Anschliff - angelehnt an das Design aus dem für das Jahr 2016 angekündigten "Batman Vs. Superman Film".

Grafisch geht der Superheld keine Kompromisse ein: Da das Spiel nur für die aktuelle Konsolengeneration entwickelt wurde, zeigt sich Batman von seiner bislang schönsten Seite. PC-Spieler schlagen sich derweil mit einigen Performance-Problemen herum, was Publisher Warner Bros. sogar dazu brachte, den Titel vorübergehend vom Markt zu nehmen - das nur als kleine Randnotiz. Auf den Konsolen ist davon nichts zu spüren: Wenn Gothams Beschützer durch das düstere Setting gleitet, ist das ein wahrer Genuss für die Augen. Sehr atmosphärisch und beeindruckend.

Fazit

Alles in allem ist "Batman: Arkham Knight" ein gelungener Abschluss von Rocksteadys Arkham-Reihe: Die Story punktet wieder einmal mit vielen überraschenden bis erschreckenden Momenten und lässt Gothams Rächer einen Weg bis an den Rand der Verzweiflung beschreiten. Das Gameplay befindet sich indes auf gewohnt hohem Niveau und die Grafik lässt keine Wünsche offen. Nur hätten sich manche Spieler vielleicht einen Mehrspieler-Modus gewünscht. Aber bei all dem Umfang, den dieses Abenteuer bereithält, ist das leicht zu verschmerzen. Nun sollte sich der Arkham Knight warm anziehen ...

Genre: Action, Rollenspiel, Abenteuer

Für: Xbox One, PS 4, PC // Entwickler: Rocksteady Studios // Publisher: Warner Bros. // Spieler: 1 // Online: Nein // USK: Ab 16 Jahren // Internet: https://www.batmanarkhamknight.com/de